Abseits vom Mainstream der Odenwald mal anders.(English Version Below)

GPX: https://kurv.gr/S2CbX

Es ist Karfreitag und in den letzten Tagen war es durchweg aprilhaft in Deutschland. Das für heute geplante Sicherheitstraining wurde bereits frühzeitig vom Veranstalter aus diesem Grund abgesagt und so ist die Überraschung großals ich am Morgen aus dem Fenster schaue und das Wetter sehe. (Traumhaft) J Ein überaus sonniger Morgen, die Vögel singen im Garten, die Katze hat ihre Streicheleinheiten und Snacks bekommen und ich beschließe mein ganz eigenes Sicherheitstraining abzuhalten. Dabei steht der Odenwald als Übungsplatz zur Verfügung und bietet auf seinen engen Straßen und Kurven genügend Potential.

Um dieses Potential vollständig nutzen zu können, fahre ich heute zuerst einmal über das Mühltal, vorbei an den Störchen und Vogelschwärmen der Reinheimer Teiche bis hinauf zur Burg Frankenstein. Schon der Weg dort hoch bietet eine Menge Einfahrpotential. Dabei lasse ich die Burg selbst heute eher links liegen, denn der Parkplatz davor ist bereits brechend voll. Die Leute erkunden das altehrwürdige Gemäuer, dass durch seine alljährliche Helloweenparty weitläufig bekannt ist.Von dort aus geht es für mich über die winzige N3 weiter nach Stettbach, von wo aus die Bergstraße und die Weite der Mainebene vor mir auftauchen. Doch streife ich dieses Gebiet tatsächlich damit heute nur, bevor es über die kleinen Einbahnstraßen weiter nach Schannenbach, Seidenbuch und schließlich zur schönen Aussicht vor Lindenfels geht. Die macht ihrem Namen wirklich alle Ehre und bietet sich an einfach einmal innezuhalten und den Odenwald auf sich wirken zu lassen. Denn von hier aus gibt er dir seine volle Breitseite an Schönheit. Eine Schönheit, die sich noch einmal intensiviert in Form von reichlich Kurven in Kürze fortsetzten,wird.

Bergrennstrecken und flotte Abenteuer

Es ist noch keine 14 Uhr und damit hat die alte Bergrennstrecke in Zotzenbach heute sozusagen noch geöffnet. Erst danach ist sie für Motorräder an Wochenendenund Feiertagen, wie auch das Sensbachtal und der Krähberg gesperrt. Es lohnt sich aber auf jeden Fall sie einmal zu fahren, denn ihre Kurven sind berüchtigt und in Kombination mit dem, sagen wir mal Fahrwerks-test-tauglichen Straßenbelag ergibt sich auf Wunsch eine wilde Kurvenhatz. An deren Ende markiert die Kreidacher Höhe den Zielpunkt, der neben einer guten Tasse Kaffee und etwas zu Essen auch mit einer der Attraktionen des Odenwaldes aufzuwarten weiß. Wer Zeit mitbringt und Lust hat kann hier nämlich mit dem Rodel die sensationelle Sommerrodelbahn hinuntersaussenund dem Adrenalin noch einen zusätzlichen Kick verleihen.Mir fehlt jedoch dafür heute der Sinn und so setzte ich meine Trainingsrunde auf zwei Rädern unvermindert fort. ÜberSiedelsbrunn und vorbei am Buddha Tempel gelange ich erneut ins enge Kurvenlabyrinth und nach Gorxheim, wie auch ins anschließende Gorxheimertal. Hier auf den Strecken rund um Oberflockenbach, Altenbach und Heiligkreuzsteinachist zu dieser Zeit nichts los. Und damit spiegelt diese Gegend des Odenwaldes im Übrigen genau den Weg, Abseits vom Mainstream wider.

Heiligkreuzsteinach bildet hier in der Tat ein Kreuz, an dem es sich sehr gut entscheiden lässt, welche Richtung man für den nächsten Tourabschnitt einschlagen möchte. Von hieraus ist Heidelberg nicht weit und auch der Neckar, den wir später noch sehen, liegt praktisch nur einen Katzensprung entfernt.Mich zieht es allerdings weiter hinein in den Wald und so komme ich recht schnell zum nächsten Highlight des Tages,dem Eichköpfel. Einer ebenfalls kleinen Straße die mitten durch den Wald führt und mit scharfen Kurven geradezu gespickt ist. Sie endet vor Langenthal auf der L3105 die michdirekt nach Hirschhorn am Neckar führt.

Himmel und Hölle

Nach all den Kurven lohnt es sich Hirschhorn ausgiebig zu erkunden und etwas zu entspannen, denn die mittelalterliche Stadt hat nicht nur mit der hoch über ihr thronenden Burg sehr viel zu bieten, sondern auch jede Menge tolle Gastronomie. Ein Himmelreich für Feinschmecker und für Liebhabern von alten Gemäuern in einer sensationellen Atmosphäre.

Folgt man nach der Besichtigung auf der Uferstraße den seichten Bögen des Neckar kommt man unweigerlich nach Eberbach. Wobei dies die eher langweilige Strecke ist. Weitaus schöner geht es über Moosbrunn, Schönbrunn und Neckarwimmersbach. Letztere Strecke macht landschaftlich und fahrerisch einfach viel mehr Freude und um schneller in die Hölle zu kommen, macht es Sinn erst in Neckargerach und nicht in Eberbach wieder auf die andere Fluss Seite zu wechseln. Dabei ist der Anstieg nach Schollbrunn und Weisbach gemäßigt und umringt von der aufblühenden Natur. 

In Waldbrunn ändert sich das, denn hier beginnt der Einstieg in die Hölle. Zuerst durchfahre ich Oberhöllengrund auf der kleinen gewundenen Straße, deren Asphalt dem Fahrwerk und der Konzentration so einiges abverlangt. Danach folgt Unterhöllengrund, mit nicht wirklich besseren Straßenverhältnissen, bevor es auf der K3921 über den Reisenbacher Grund nach Scheidenthal wieder besser wird. Das alles ist jedoch so romantisch mit Bächlein, grünen Wiesen und Natur verpackt, dass es wirklich schwerfällt, hier an eine Hölle und nicht eher an das Paradies zu denken. Undso geht es weiter denn obwohl nach Langenelz hin die Straße erneut eng wird, bleibt die Natur im Mittelpunkt des Tourabschnitts. Wer möchte kann hier oben einer kleinenStraße nach der anderen folgen, sodass sich ein regelrechtes Netzwerk der Aussichten über und in den Odenwald ergibt.

Römer, Franken und andere Helden

Ehe man sich versieht, kommt man allerdings wieder zurück ins Getümmel und spätestens in Amorbach ist es mit der Stille erst einmal wieder vorbei. Der Ort lebt und wer möchte kann sich das historische Kloster ansehen und die Altstadtbesichtigen. Amorbach hat so einiges zu bieten und daher lohnt sich dieser Abstecher in jedem Fall, bevor man danach wieder zurück in die Natur kommt. Von der Siegfriedstraße, dem Held der Nibelungensage kommen wir nun zur wahren Geschichte des Odenwaldes. Entlang der römischen/germanischen Limeslinie folgen wir der K45 nach Würzberg. Hier lädt die Odenwälder Cafestube zum Rasten ein, ebenso wie die Überreste des Römerbades die sich etwas versteckt im Wald finden lassen. Aufgrund der Zeit lasse ich aber Beides heute links liegen und folge dem Straßenverlauf. Auf der B47 angekommen fahre ich am Eulbacher Tierpark vorbei und lande kurze Zeit später auf der Höhe vor Vielbrunn. Die dort verlaufende Straßenführung gibt ebenfallsVerlauf des Limeswalls wieder, was unter anderem mit Pallisadenteilen und dem Nachbau eines römischen Wachturms deutlich gemacht wird. Der Turm ist ein immer wieder gerne genommenes Ziel und die Aussicht von seiner Spitze lohnt sich allemal.

Von hier aus ist es für mich nun nicht mehr weit bis nach Hause und aus meiner Sicht hat sich dieses Fahrtraining in vieler Leih Hinsicht wirklich rentiert. Denn trotz des Feiertages, des schönen Wetters und der Osterferien waren die Straßen zumeist leer. Die verschiedenen Strecken boten eine Menge an unterschiedlichen Anspruchsprofilen und all das wurde von der frühlingshaften Natur untermalt und umrahmt.

Fazit

Abseits vom Mainstream ist einer meiner ersten Texte aus 2015 überhaupt und in den meisten Fällen bis heute eine gute Idee. Wer die Stille dem Getümmel vorzieht liegt damit sowieso nie falsch. Respekt der Natur und den anderen Menschen und Tieren gegenüber gehört hier aus meiner Sicht wie immer mit dazu und natürlich ist man auf solchen Strecken mit Genuss, und nicht auf der letzten Rille unterwegs. Mit rund 270km kommt zudem eine schönes Tagestour zusammen, die man gerade hier bei uns noch mannigfaltig erweitern und ergänzen kann, wenn man das möchte.

In diesem Sinne Viel Spaß beim nachfahren euer 

Torsten Thimm

Off the mainstream the Odenwald times differently.

It’s Good Friday and in recent days it has been consistently april-like in Germany. The safety training planned for today was canceled early by the organizer for this reason and so the surprise is great when I look out the window in the morning and see the weather. (Dreamlike) An extremely sunny morning, the birds are singing in the garden, the cat got her strokes and snacks and I decide to hold my very own safety training. For this, the Odenwald is available as a training ground and offers enough potential on its narrow roads and curves.

To make full use of this potential, I first ride today through the Mühltal, past the storks and flocks of birds at the Reinheimer Teiche, up to Frankenstein Castle. Already the way up there offers a lot of entry potential. Today I leave the castle to the left, because the parking lot in front of it is already crowded. The people explore the time-honored walls that is widely known by its annual Helloween party. From there, I continue on the tiny N3 to Stettbach, from where the mountain road and the expanse of the Maine plain appear before me. But I actually touch this area with it today only, before it goes over the small one-way streets further to Schannenbach, Seidenbuch and finally to the beautiful view before Lindenfels.The really lives up to its name and offers to just pause and let the Odenwald work on you. Because from here it gives you its full broadside of beauty. A beauty that will continue intensified in the form of abundant curves shortly. 

Mountain tracks and speedy adventures

It is not yet 2 p.m. and thus the old mountain race track in Zotzenbach is still open today, so to speak. Only after that it is closed for motorcycles on weekends and holidays, like Sensbachtal and Krähberg. However, it is definitely worth driving it once, because its curves are notorious and in combination with the, let’s say, chassis-testable road surface results in a wild corner chase if desired. At the end of it, the Kreidacher Höhe marks the destination point, which, in addition to a good cup of coffee and something to eat, also boasts one of the attractions of the Odenwald. Who brings time and has desire can namely here with the toboggan the sensational summer toboggan run down and give the adrenaline an additional kick. However, I lack the sense for it today and so I continued my training round on two wheels undiminished. Via Siedelsbrunn and past the Buddha Temple I get again into the narrow maze of curves and Gorxheim, as well as the subsequent Gorxheimertal. Here on the routes around Oberflockenbach, Altenbach and Heiligkreuzsteinach nothing is going on at this time. And thus this area of the Odenwald reflects, by the way, exactly the way, Away from the mainstream.

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Heiligkreuzsteinach indeed forms a cross here, at which it can be decided very well, which direction one would like to take for the next tour section. From here, Heidelberg is not far away, and the Neckar, which we will see later, is practically a stone’s throw away. However, I am drawn further into the forest and so I come quite quickly to the next highlight of the day, the Eichköpfel. Another small road that leads through the middle of the forest and is peppered with sharp curves. It ends before Langenthal on the L3105 which leads me directly to Hirschhorn am Neckar.

Heaven and Hell

After all the curves, it is worthwhile to explore Hirschhorn extensively and relax a bit, because the medieval town not only has a lot to offer with the castle towering high above it, but also a lot of great gastronomy. A heaven for gourmets and for lovers of old walls in a sensational atmosphere.

If you follow the shallow bends of the Neckar after the tour on the riverbank road, you will inevitably come to Eberbach. Whereby this is the rather boring route. Far more beautiful is the route via Moosbrunn, Schönbrunn and Neckarwimmersbach. The latter route makes scenic and driving simply much more fun and to get to hell faster, it makes sense only in Neckargerach and not in Eberbach to switch back to the other river side. At the same time, the climb to Schollbrunn and Weisbach is moderate and surrounded by the blossoming nature.

This changes in Waldbrunn, where the entrance to hell begins. First I drive through Oberhöllengrund on the small winding road, whose asphalt demands quite a bit from the chassis and concentration. Then follows Unterhöllengrund, with not really better road conditions, before it gets better again on the K3921 via Reisenbacher Grund to Scheidenthal. However, all this is so romantically packed with little streams, green meadows and nature that it is really hard to think here of a hell and not rather of paradise. And so it goes on, because although towards Langenelz the road becomes narrow again, nature remains the focus of the tour section. If you want, you can follow one small road after the other up here, so that a real network of views over and into the Odenwald results. 

Romans, Franks and other heroes

Before you know it, however, you’ll be back in the hustle and bustle, and at the latest in Amorbach, the silence will be over again. The town is alive and you can visit the historic monastery and the old town. Amorbach has so much to offer and therefore this side trip is worthwhile in any case, before you come back to nature afterwards. From the Siegfried road, the hero of the Nibelungen saga, we now come to the real history of the Odenwald. Along the Roman/Germanic Limes line we follow the K45 to Würzberg. Here the Odenwald café invites us to rest, as do the remains of the Roman baths which can be found somewhat hidden in the forest. Due to the time I leave both but today left and follow the road. Arrived on the B47 I drive past the Eulbacher animal park and land a short time later on the height before Vielbrunn. The road there also follows the course of the Limes wall, which is made clear with parts of pallisades and a replica of a Roman watchtower. The tower is always a popular destination and the view from its top is always worthwhile.

From here, it is now not far for me to go home and from my point of view, this driving training has really paid off in many loan respects. Because despite the holiday, the beautiful weather and the Easter vacations, the roads were mostly empty. The different routes offered a lot of different demand profiles and all this was underlined and framed by the spring-like nature.

Conclusion

Away from the mainstream is one of my first ever texts from 2015 and in most cases a good idea until today. Who prefers the silence to the hustle and bustle is never wrong with it anyway. Respect for nature and other people and animals belongs here from my point of view as always with and of course you are on such routes with pleasure, and not on the last groove on the road. With about 270km also comes a nice day trip together, which you can just here with us still manifold expand and supplement, if you want that. 

In this sense much fun with doing it your 

Torsten Thimm

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