Rund um die Schweiz eine Schnapsidee und Roadstory A tour around Switzerland maybe a crazy idea but also a road story

Die Schweiz, das Land in Europa das sich schon immer und um jeden Preis seine Eigenständigkeit bewahrt hat. Ausgestattet mit großartigen Straße, hohen Pässen und einer grandiosen Landschaft hat es eine Menge Schönes zu bieten. Doch eins ist klar, wo so viel Licht ist, ist auch immer ein wenig Schatten der sich bei den Eidgenossen in Form drakonischer Strafen und einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h bemerkbar macht. Also heißt es uffbasse und nicht zu schnell sein, oder alternativ dazu die Bergwelten rund um die Schweiz nutzten und gar nicht erst hineinfahren.

Switzerland, the country in Europe that has always maintained its independence at all costs. Equipped with great roads, high passes, and a grandiose landscape, it has a lot of beautiful things to offer. But one thing is clear, where there is so much light, there is always a bit of shadow, which is noticeable in the Swiss in the form of draconian penalties and a speed limit of 80km/h. So, take care and not to be too fast, or alternatively use the mountains around Switzerland and don’t drive into them at all.

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Die Einstimmung

Der Morgen danach, mein Kopf brummt mächtig und irgendwie hatte ich mir das etwas anders vorgestellt, aber einer der letzten Grappas am Vorabend war wohl nicht mehr so gut. Dafür haben die Jungs und ich ab jetzt eine Lösung für unsere Herrntour gefunden. Naja, und wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, kommt in so einer Schnapslaune am Ende auch meist etwas Lustiges raus. Das Ergebnis des Konklaves 4 von 4 Stimmen für die Umrundung der Schweiz, ohne einen Fuß bzw. ein Rad dort hineinzusetzen. Eine Entscheidung die ich noch bereuen werde, aber dazu später mehr.  An sich eine schöne Vorstellung und beim Start der Tour lacht uns vormittags die Sonne ins Gesicht. Klaus, Marc und ich starten nach der obligatorischen Mettweckorgie und einem Kaffee von Klein-Gerau aus gen Süden, wo wir später am Morgen an der Raststätte Achern noch Sascha einsammeln und weiter Richtung Südosten über kleine und kleinste Landstraßen rollen. Der Tag ist genial und die Ausblicke einfach traumhaft. Der Frühling ist mittlerweile bei uns angekommen und wir befinden uns gerade in einer Hochstimmung mittendrin. Vorbei an Schömberg, Leibertingen und Hohenfels führt uns die gewählte Route, bevor wir am frühen Abend und nach 470 km in Lippertsreute landen. Im Landgasthof Brauerei Keller finden wir eine perfekte Bleibe für die Nacht. Hier werden wir wunschlos glücklich gemacht und die Motorräder bekommen ein Dach über den Lenker, denn das Wetter hat mittlerweile seine Stimmung gewechselt und die ersten Blitze zucken über uns hinweg. Ein ums andere Mal rumpelt es auch und Erinnerungen an den Start der feuchtfröhlichen Slowenientour werden wach. Das hauseigene Bier der Unterkunft indes sorgt allerdings für weiterhin gute Laune in der Runde und so endet an diesem Abend der Tag entspannt und in vier weichen Betten.

The Attunement

The morning after, my head is buzzing heavily and somehow, I had imagined it a little bit differently, but one of the last grappa’s the evening before was probably not that good anymore. But the boys and I found a solution for our gentleman tour from now on. Well, and as you can surely imagine, in such a liquor mood at the end something funny comes out. The result of the conclave 4 out of 4 votes for the circumnavigation of Switzerland without putting a foot or a wheel in there. A decision I will regret, but more about that later.  A nice performance and at the start of the tour the sun laughs in our faces in the morning. Klaus, Marc and I start After the obligatory Mettweck orgy and a coffee from Klein-Gerau to the south, where we collect Sascha later in the morning at the Achern rest stop and roll further southeast over small and smallest country roads. The day is great, and the views are simply fantastic. Spring has arrived and we are in a high mood right in the middle of it. The chosen route takes us past Schömberg, Leibertingen and Hohenfels before we land in Lippertsreute in the early evening and after 470km. In the Landgasthof Brauerei Keller we find a perfect place to stay for the night. Here we are made perfectly happy and the motorcycles get a roof over the handlebars, because the weather has changed its mood in the meantime and the first flashes of lightning flash over us. Again, and again it also rumbles and memories of the start of the humid Slovenia tour come back. The in-house beer of the accommodation, however, keeps the good mood in the group and so the day ends on this evening relaxed and in four soft beds.

Der zweite Tag

Am Morgen danach schaut die Welt auch gleich wieder besser aus und da Frühstück nach Mittag- und Abendessen ja bekanntermaßen das Wichtigste ist, fangen wir auch genau damit an. Reichlich ist es hier auf jeden Fall und für Jeden das passende dabei, sodass wir gut gestärkt die Mopeds beladen und weiter in Richtung Österreich aufbrechen. Röthenbach im Allgäu huscht an uns vorbei, ebenso wie Immenstadt, bevor wir in Schattwald in Tirol zur Mittagspause einkehren. Die Landschaft gleicht hier dem Vorfrühling und man merkt deutlich das wir nun in höheren Lagen angekommen sind als noch am Tag zuvor. Merklich kühler wird es dann beim Anstieg zum Hahntennjoch, doch die ersten echten Spitzkehren lassen unser aller Herzen höher schlagen und die Fußrastennippel ein ums andere Mal ein bisserl schaben. Ja das Joch hat auch immer seine Reize und man kann ihnen nur schwer widerstehen. Ganz besonders wenn die Sonne lacht und man mit Freunden unterwegs ist. In Imst ist das Kurveneldorado aber erst einmal kurz vorbei, bevor wir die Kurven zum Naturpark Kaunergrat nehmen und oben angekommen ein wenig die Aussicht von der Panoramaplattform ins Tal genießen.

Der Naturpark Kaunergrat

An diesem Tag hatten wir leider dort nur wenig Zeit, um alles zu erkunden. Diese Zeit sollte man sich aber auf jeden Fall nehmen, wenn man schon einmal dort hinfährt. Wie ich später auf einer zweiten Reise feststellen konnte, da das Gebiet sehr geschichtsreich und auch sehr sehenswert für Naturfreunde ist. Hochmoore und vieles andere mehr kann man hier entdecken und die überwältigende Landschaft nimmt dich dazu mit in ihren Bann. Zur richtigen Jahreszeit lädt außerdem auch die Gletscherwelt des Kaunertaler Gletschers zum Besuch ein und macht daraus einen erlebnisreichen Tag.

Wir jedoch sind an diesem Tag noch nicht fertig, sondern folgen den Kurven der engen Straßen immer weiter bis über die Grenze nach Südtirol, wo wir in Schluderns am Abend eine passende Bleibe finden. Nach Pasta und Pizza in der Ortler Bar und wiederum ca. 400 km auf der Uhr fallen wir danach müde ins Bett.

The second day

The morning after, the world looks better again, and since breakfast is the most important thing after lunch and dinner, we start exactly with that. There is plenty of food here and for everyone, so that we load our bikes and continue towards Austria. Röthenbach in the Allgäu passes us by, as does Immenstadt, before we stop for lunch in Schattwald in Tyrol. The landscape here resembles early spring and it is clearly noticeable that we have now reached higher altitudes than the day before. It gets noticeably cooler on the ascent to the Hahntennjoch, but the first real hairpin bends make all our hearts beat faster and the footrest nipples are scraped a little bit. Yes, the yoke always has its charms and it is hard to resist them. Especially when the sun is smiling, and you are out with friends. In Imst, however, the Eldorado of bends is over for a short time before we take the bends to the Kaunergrat Nature Park and, once we reach the top, enjoy the view from the panoramic platform down into the valley.

The Kaunergrat Nature Park

Unfortunately, we had only little time there on this day to explore everything. But you should take this time in any case if you already go there. As I found out later a second trip, as the area is rich in history and also very worth seeing for nature lovers. High moors and many other things can be discovered here, and the overwhelming landscape will take you along. At the right time of the year, the glacier world of the Kaunertal Glacier also invites you to visit and makes it an eventful day.

But we are not finished yet on this day but follow the curves of the narrow roads further and further to the border to South Tyrol, where we find a suitable place to stay in Schluderns in the evening. After pasta and pizza in the Ortler Bar and again about 400km on the clock we fall into bed tired.

Der eine Berg ruft

Eine kühle Brise weht uns beim Verlassen der Unterkunft am nächsten Morgen um die Nase und der Himmel zeigt sich bereits in strahlendem blau, als wir die Motoren starten. Die ersten Kurven des Tages bringen uns zurück ins Tal nach Schluderns und weiter nach Prad und Trafoi. Vor uns liegen 48 Kehren den Berg hinauf und jeder der das Stilfser Joch schon einmal gefahren ist weiß genau was das bedeutet. In unserem Fall eine mittelschwer befahrene Rampe nach oben und immer wieder Rad und Motorradfahrer, bei denen man das Gefühl hat, sie haben sich etwas zu viel zugemutet. Nichtsdestotrotz kommen wir sicher oben an und erleben ein weiteres Mal den grandiosen Ausblick über die noch schneebedeckten Berggipfel der Gegend. Die Wurst allerdings sparen wir uns dieses Mal und beginnen zügig den Abstieg nach Bormio, denn das heutige Tagesziel ist noch weit und der nächste Pass ist nicht minder faszinierend wie das Joch. Der Gavia ruft uns nach einem italienischen Cappuccino in Bormio zu sich und zeigt sich in Bestform. Die Straße ist gefühlt noch schmäler geworden, die Löcher mehr und die Landschaft, die das alles umrahmt einfach gewaltig. Sonne, blauer Himmel, Schnee und Wasser das sind die Zutaten für eine erlebnisreiche, ja unvergessliche Passüberquerung an diesem Mittag die etwas weiter unten mit der ersten Pasta ihren absoluten Höhepunkt findet. Ab jetzt und mit jedem Stück weiter nach Süden, werden die Namen der Orte immer italienischer und die Landschaft ändert ein weiteres Mal ihren Antlitz. Der Gardasee liegt vor uns und die Luft erwärmt sich zusehends. Von weitem schon sieht man jetzt die Segel der Surfer silbern auf der Wasseroberfläche in der Sonne aufblitzen und eigentlich wäre es mir hier in Riva del Garda heute schon genug vom Motorrad fahren. Demokratie kann aber auch hin und wieder grausam sein und meine Mitstreiter wollen unbedingt noch weiter. Weiter zum Idrosee und was bis dorthin noch vor uns liegt, muss ich denke ich den wenigsten motorradbegeisterten Urlaubern, die sich dort auskennen wohl sagen. Es folgt der Weg hoch nach Vesio und wieder hinunter nach Tignale, ein wenig entlang der Uferstraße und in Gargnano erneut hoch auf die eng ausgebaute SP9, die sich gleich einem Lindwurm vorbei am Valvestino Stausee und bis hinein ins Capovalle schlängelt. An sich ein Traum von einer Straße, für mich an diesem Tag aber ein Traum zu viel und so kann ich es einfach nur in kleinen Zügen genießen und nicht so wie ich es mir für den nächsten Tag in ausgeruht Zustand vorgestellt hatte. Der Abend endet an diesem Tourentag am Idrosee und sehr schnell nach dem Abendessen diesmal auch im Bett.

The one mountain calls

A cool breeze blows around our noses as we leave the accommodation the next morning and the sky is already a bright blue when we start the engines. The first curves of the day bring us back into the valley after Schluderns and further to Prad and Trafoi. In front of us are 48 hairpin bends up the mountain and everyone who has ever driven the Stelvio Pass knows exactly what that means. In our case a moderately difficult ramp up and again and again bikers and motorcyclists, with whom one has the feeling that they have taken on a little too much. Nevertheless, we arrive safely at the top and experience once again the magnificent view over the still snow-covered mountain peaks of the area. But this time we save the sausage and quickly start the descent to Bormio, as today’s destination is still far, and the next pass is no less fascinating than the Joch. The Gavia calls us after an Italian cappuccino in Bormio and shows itself in top Form. The road is felt to have become even narrower, the holes more and the landscape that frames all this is simply enormous. Sun, blue sky, snow, and water – these are the ingredients for an eventful, even unforgettable pass crossing at noon, which finds its absolute climax a little further down with the first pasta. From now on and with every step further south, the names of the places become more and more Italian and the landscape changes its face once again. Lake Garda lies in front of us and the air warms up visibly. From far away you can already see the sails of the surfers flashing silvery on the water surface in the sun and I would have had enough of riding my motorbike here in Riva del Garda today. But democracy can also be cruel now and then and my comrades-in-arms want to go further. Further to the Idro Lake and what lies ahead of us, I think I must tell the fewest motorcycle enthusiasts who know their way around there. The path follows up to Vesio and down again to Tignale, a little along the shore road and in Gargnano again up on the narrow SP9, which like a lindworm winds past the Valvestino reservoir and into Capovalle. In itself a dream of a road, but for me on this day one dream too many and so I can simply enjoy it in small trains and not as I had imagined it for the next day in a rested state. The evening ends on this tour day at the Idrosee and very quickly after dinner this time also in bed.

Die großen italienischen Seen

In meiner Vorstellung sind diese Seen weit mehr als nur ein kurzes Vorbeischnuppern, bieten sie doch eine unheimlich große Menge und Potential an schönen Strecken. Um diese zu erreichen ist aber erst einmal der Weg dorthin das Ziel. Ein Weg der allerdings an diesem 2 Juni nicht ganz so schön verläuft wie geplant. Das Wetter hatte sich mittlerweile gedreht und die aus Frankreich gemeldeten Regenschauer nahmen gefühlt direkten Kurs auf uns. Was früh morgens noch gut begann war spätestens beim Mittagessen in Cerete Basso vorbei und ein Stück weiter in Vedeseta hielten wir sicherheitshalber zu einem ungeplanten Zwischenstopp an, weil Petrus die Schleusen ganz öffnete. Bis Zelbio änderte sich daran nur wenig, was der Natur um uns herum natürlich keinerlei Abbruch tat, allerdings unserem Flow und der Stimmung im Allgemeinen schon ein wenig. Diese änderte sich erst wieder am Abend nach einer vorzüglichen Pizza und ein bis zwei der kühlen Biere an der Hausbar. Bis hier hatten wir unsere Tour wenigstens grob geplant und mein Plan sah vor, da ich die Gegend ja ein wenig aus früheren Urlauben her kannte, mich schön an der italienisch-schweizerischen Grenze entlangzuhangeln, das Aostetal mitzunehmen und die grandiose Natur rund um die Seen zu genießen. Doch hin und wieder kommt es anders als man denkt denn meine drei Freunde hatten andere Pläne. Hätte ich an diesem Abend nur schon realisiert was genau sie vorhatten, ich hätte wohl erheblich mehr interveniert, aber das zeigte erst der nächste Tag.

The great Italian lakes

In my imagination, these lakes are much more than just a quick sniff around, as they offer an incredible amount and potential of beautiful routes. But to reach them, the way there is the goal. A path which on this 2 June is not quite as beautiful as planned. The weather had changed in the meantime and the rain showers reported from France took a direct course towards us. What started well in the morning was over by lunch in Cerete Basso and a bit further on in Vedeseta we stopped for an unscheduled stop because Peter opened the locks completely. Until Zelbio, there was little change, which of course did not harm the nature around us, but it did affect our flow and mood in general. This changed only in the evening after an excellent pizza and one or two of the cool beers at the house bar. Up to here we had at least roughly planned our tour and my plan was, since I knew the area a little from previous holidays, to shimmy along the Italian-Swiss border, take the Aoste valley with us and enjoy the magnificent nature around the lakes. But every now and then things turn out differently than you think, because my three friends had other plans. If only I had realized that evening what they were up to, I would have intervened a lot more, but it was only the next day that showed.

Vorbei mit See und Bergen

An dem folgenden Morgen hatte sich wenigstens das Wetter wieder beruhigt. In mir jedoch brodelte es, denn mittlerweile hatte ich die heutige Route auch auf meinem Garmin gespeichert. Ich wusste genau was wir verpassen würden und eben noch nicht genau was uns stattdessen erwartet. Der Weg hinunter zum Comer See jedenfalls war sehr schön und ich genoss die Kurven am Ende der Gruppe. Danach ging es Richtung Süden und Südwesten mitten hinein in den Glutofen oberhalb von Turin der außer 35 Grad im Schatten nur eins bereithielt, gerade Straßen ohne Kurven. Ein ums andere Mal hielten wir an, tranken etwas und ruhten, denn die Einöde schien kein Ende zu nehmen und sog einem die ganze Energie aus den Knochen. Irgendwann nach Stunden kamen wir in Condove an und setzten uns entnervt an einen Dönerimbiss, um etwas zu essen. Wobei vielleicht war auch nur ich entnervt, denn äußerlich schien es meinen drei Freunden besser zu gehen.

Das Positive daran war jedenfalls, dass von da ab wieder Kurven in Sicht waren und die Grenze nach Frankreich nicht mehr weit weg war. Der Col d Isère war von hier aus in den Mittelpunkt gerückt doch bis dorthin wurde aus den 35 Grad ziemlich bald Dauerregen und 13 Grad auf dem Mont Cenis. Dank der Regenkombi blieben Marc, Sascha und ich jedoch größtenteils trocken, nur Klaus scherte aus und wollte trotz des heftiger werdenden Regens so weiterfahren. Bis Lanslevillard dauerte das Wetter an und dann kam was an diesem Nachmittag noch kommen musste, der Col d Isère war aufgrund Wintersperre noch geschlossen. Wir wendeten also, wurden nach und nach die Regenkombis los, denn mit schwindendem Regen wurde es wieder wärmer und natürlich staute sich die Wärme unter der Regenhaut. Nach der Ortschaft Avrieux war auch dann langsam unser heutiges Ziel klar und so endeten wir bei einem viel zu teuren Bikerhotel in Montaimont, das neben üblen Zimmern auch noch schwaches Essen ablieferte.

Past with lake and mountains

The following morning at least the weather had calmed down again. But I was bubbling inside, because meanwhile I had saved today’s route on my Garmin. I knew exactly what we were going to miss and not yet exactly what was waiting for us instead. The way down to Lake Como was genuinely nice and I enjoyed the curves at the end of the group. Then we went south and southwest right into the oven above Turin which had only one thing to offer besides 35 degrees in the shade, straight roads without curves. One after the other we stopped, had a drink, and rested, because the wasteland seemed to have no end and sucked all the energy out of your bones. Sometime after hours we arrived in Condove and sat down nerved at a kebab bite to eat something. Maybe it was only me who was nerved, because on the outside my three friends seemed to feel better.

Anyway, the positive thing about it was that from then on there were curves in sight again and the border to France was not far away. The Col d Isère had moved into the middle of the field from here but up to there the 35 degrees soon turned into continuous rain and 13 degrees on Mont Cenis. Thanks to the rain suit Marc, Sascha and I remained mostly dry, however, only Klaus sheered out and wanted to go on despite the more violent becoming rain so. Up to Lanslevillard the weather lasted and then came what had to come this afternoon, the Col d Isère was still closed due to winter closure. So, we turned around, got rid of the rain suits little by little, because with dwindling rain it got warmer again and of course the heat was accumulating under the rain cover. After the place Avrieux was also then slowly our today’s aim clear and thus we ended with a much too expensive biker hotel in Montaimont which delivered beside bad rooms also still weak food.

 La vive la France

Nach dem Regen kommt der Sonnenschein und genau so begann nach einem französischen Frühstück der kommende Morgen. Es hielt uns ehrlich gesagt nur wenig hier und so waren die Sachen fix verstaut und wir schnell wieder auf den Bikes. Wir rollten über Novalaise in Richtung Ambelon was sich aufgrund der Strecken als wirklich sehr schöne Route herausstellte. Die viele kleine Straßen zeigten weite Aussichten in die grüne und ebenfalls geschichtsträchtige Region, fraßen auf der anderen Seite aber auch die Reifen von Klausens Tiger und unsere Zeit auf. Der Tag verging mit Sonne, leichten Wolken und einer abendlichen Unterkunft in Bellignat. Nichts Besonderes am Ende, aber für das Ende dieses Tages und die bevorstehende Nacht ok. Außerdem nahe bei einem Reifenhändler gelegen, denn mit dem Vorderrad des Tigers wäre eine Weiterfahrt nach Hause viel zu riskant gewesen.

Und so kamen wir am nächste Morgen nach La Teppe und erst mal in die Werkstatt. Gefühlte 2 Stunden später und um einige Euros ärmer saßen wir dann aber wieder auf den Maschinen gen Norden. Meine Stimmung war nach der Seenkatastrophe nicht mehr besser geworden und so blieb ich meist stumm und fuhr hinten. Ja ich weiß, dass hört sich nach Mimimi und nicht nach einer ausgeglichenen Tour an, aber bis dahin konnte ich selbst noch nicht genau sagen was nicht stimmte. Schön war es trotzdem, denn Frankreich begeistert mich selbst an den dunkelsten Tagen immer wieder aufs Neue. Die abwechselnde Landschaft, die Ausblicke über die milden Hügel der Auvergne und das Wetter spielten an diesem vorletzten Tag der Reise mit und am Abend landeten wird auf der Autobahnraststätte in Marchaux. Davor hatten wir doch einige schöne Unterkünfte liegen lassen bzw. uns eigentlich gar keine Zeit gelassen Alternativen zu finden. Die Stimmung an diesem Abend blieb angespannt, doch die Nacht verging sehr ruhig und schnell.

La vive la France

After the rain comes the sunshine and that is how the coming morning began after a French breakfast. It held us honestly said only little here and thus the things were stowed away fast and we fast again on the bikes. We rolled over Novalaise in the direction of Ambelon which turned out to be a nice route because of the distances. The many small roads showed wide views into the green and historical region, but on the other side also ate up the tires of Klausens Tiger and our time. The day passed with sun, light clouds, and an evening accommodation in Bellignat. Nothing special at the end, but ok for the end of this day and the upcoming night. Besides, close to a tire dealer, because with the front wheel of the tiger a further journey home would have been much too risky.

And thus, we came in the next morning to La Teppe and first to the workshop. Felt 2 hours later and around some Euros poorer we sat then however again on the machines to the north. My mood had not improved after the lake disaster and so I stayed silent most of the time and drove in the back. Yes, I know that sounds like Mimimi and not like a balanced tour, but until then I could not say exactly what was wrong. But it was nice anyway because France inspires me even on the darkest days repeatedly. The changing landscape, the views over the mild hills of the Auvergne and the weather played their part on this penultimate day of the trip and in the evening, we landed at the motorway restaurant in Marchaux. Before that, we had left some nice accommodations behind us or did not even take the time to find alternatives. The atmosphere in this evening remained tense, but the night passed very calm and fast.   

Tanz durch die Vogesen

Ausgeruht und mit frischer Energie hatte ich morgens noch einmal eine schöne Idee bei dieser Reise und für dieses Gebiet was vor uns lag! Wieder einmal die kleinen Orte der Vogesen durchfahren, den Col de La Schlucht genießen und ggf. sogar einen Cafe au lait auf dem Grand Ballon de Alsace trinken. Ideen sind schön doch oftmals auch wie Träume einfach nur Schäume, die verpuffen. Da ich den Guide machen durfte, hatte ich am Abend noch eine schöne Tour geplant doch die kleinen Straßen, die ich ausgewählt hatte, gefielen an diesem Morgen nicht jedem in der Gruppe. Bis zum Col de la Schlucht hielt ich die Route durch und wie die letzten Male war der Weg dorthin sehr schön. Oben war ein bisserl was los und das Mittagessen ausgezeichnet. Danach schaute ich allerdings der Gruppe wieder vom Ende der Schlange auf die Hinterreifen und schloss mich der abgekürzten Route nach Achern an, die Sascha von hier aus in den Garmin getippt hatte. Das war ok, denn er wollte gegen halb drei an seinem Auto sein um entspannt zurück nach Hause fahren zu können. Eine Information allerdings die mir bis dahin leider gefehlt hatte.

Dance through the Vosges

Rested and with fresh energy I had a nice idea in the morning for this trip and for this area what lay ahead! Once again, I would drive through the small villages of the Vosges, enjoy the Col de La Gorge, and maybe even have a cafe au lait on the Grand Ballon de Alsace. Ideas are beautiful, but often they are also like dreams – just foams that fizzle out. As I could do the guide, I had planned a nice tour in the evening but the small streets I had chosen did not please everybody in the group that morning. Up to the Col de la canyon I kept the route and like the last times I went there the way was genuinely nice. Up there was a little bit of action and the lunch being excellent. Afterwards I looked at the group again from the end of the queue on the rear tyres and joined the shortened route to Achern, which Sascha had typed into the Garmin from here. That was ok, because he wanted to be at his car around half past two to be able to drive back home relaxed. One information, however, which I had unfortunately missed until then.

Ausgetanzt (mein persönlicher Aspekt)

Nun habe ich wirklich zwei Jahre gebraucht, um diese Tour in Worte zu fassen und keine Menschen, die mir am Herzen liegen damit zu verletzten. Denn noch immer sind wir gute Freunde und fahren auch hin und wieder mal eine kleine Runde Motorrad zusammen. Doch ob es zu einer weiteren Herrntour in der altbekannten Konstellation noch einmal kommen wird steht derzeit für mich nicht fest. Nach dem Ende des letzten Tourtages im Juni 2018 beendete ich jedenfalls meine Beteiligung daran. Mir waren auf den Strecken rund um die Schweiz einige Dinge klar geworden und für mich hatten sich die Prioritäten verändert. Der Faktor Zeit ist es, der mir wichtig geworden ist. Momente mit meiner Kamera festhalten, die Landschaften, die man durchfährt, wirklich zu genießen ist die Essenz des Fahrens für mich heute, ohne am Ende auf die Kilometer zu schauen die man an einem Tourtag gefahren ist. Nach hinten hin abkürzen kann man immer, wenn man merkt das es zeitlich nicht ausgeht, auch wenn wir dabei ggf. doch in die Schweiz hätten fahren müssen. Was danach und bis heute für mich folgte waren Touren mit Carmen und unseren beiden Kawasaki W’s die eben genau das erfüllten und letztes Jahr die Tour zum Monte Grappa mit meinem Freund Hartmut, die mich in meiner Entscheidung nur noch weiter bestärkte.

Danced out (my personal aspect)

Now it really took me two years to put this tour into words and not to hurt people I care about. Because we are still good friends and ride a small round of motorcycles together every now and then. But whether it will come to another master Tour in the well-known constellation again is not certain for me now. After the End of the last day of the Tour in June 2018 I ended my participation in it. Some things had become clear to me on the routes around Switzerland and for me the priorities had changed. It is the time factor that has become important to me. Capturing moments with my camera, really enjoying the landscapes you drive through is the essence of driving for me today, without looking at the End of the day at the kilometres you have driven on a tour day. You can always cut back to the back if you notice that you do not have enough time, even if we might have had to go to Switzerland. What followed and still follows for me today were tours with Carmen and our two Kawasaki W’s that did just that and last year the tour to Monte Grappa with my friend Hartmut that only strengthened my decision.

Fazit

Doch kommen wir neben alledem am Ende zum Fazit der Schweiz Umrundung. Ich bin der Meinung mit einigen Abstrichen unserer Tour, gerade unterhalb der italienischen Seen, ist diese Schnapsidee eine großartige Roadstory und ein Abenteuer für jeden der gerne leidenschaftlich Motorrad fährt und Zeit hat. Für mich waren die 7 Tage zu wenig und zwei weitere hätten, das alles erheblich mehr entzerrt. Für euch ist mein Rat ganz klar…. MACHEN und Spaß haben und vor allem die grandiose Natur und das super Essen der einzelnen Regionen ausgiebig genießen.

Darum bleibt fröhlich und offen und denkt dran #lifeisaride 😊

Conclusion

But apart from all this, we conclude the circumnavigation of Switzerland. I believe with some cutbacks in our tour, just below the Italian lakes, this crazy idea is a great road story and an adventure for anyone who loves to ride a motorcycle and has time. For me, the 7 days were too few and two more days would have been much more equalized. For you, my advice is quite clear… Do it and have fun and above all enjoy the magnificent nature and the great food of the different regions extensively.

So, stay cheerful and open and remember #lifeisaride 😊

Euer Torsten

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