Brixton Crossfire 500 der erste Fahrtest 2020

Ein englischer klingender Name, dazu österreichische Wurzeln und die chinesische Fertigung, was kann da noch für mehr Zündstoff sorgen? Ganz genau Garnichts. Hinzu kommt eine Modellbezeichnung die praktisch das Feuer schon in sich trägt. Denn mit der Crossfire 500 und ihrer Schwester X stößt die KSR-Group aus dem niederösterreichischen Krems erstmalig in neue Sphären vor. Bisher hatte man seinen Fokus ja eher auf die 125er bis 250er Klasse gelegt. Mit der Crossfire ändert sich dies nun schlagartig, denn die Neue hat weitaus mehr zu bieten als nur das doppelte an Kubik und kommt mit einer guten Ausstattung und A2 tauglichen 48 PS daher. Ja man will sich keinesfalls gegenüber der Konkurrenz lumpen lassen, was der erste Kontakt auch sofort bestätigt.

Brixton Crossfire 500 the first road test 2020

An English sounding name, plus Austrian roots, and Chinese production, what could be more explosive? Exactly nothing. In addition, there is a model name that practically carries the fire with it. With the Crossfire 500 and its sister X at the end of the name, the KSR Group from Krems in Lower Austria is entering new territory for the first time. Up to now the focus was rather on the 125 to 250cc class. With the Crossfire, this is now changing abruptly, as the new model has far more to offer than just double the cubic capacity and comes with good equipment and 48 hp suitable for A2. Yes, you do not want to be lumped in with the competition, which the first contact immediately confirms. 

Die Brixton Crossfire 500/X

Nach der ersten Präsentation der Prototypen 2018 auf der EICMA nahm man sich im KSR eigenen Designcenter noch einmal ein wenig Zeit und entwickelte, anders als bei den kleinen Modellen der Marke, von Grund auf ein Neues Motorrad inklusive Motor. Daher trägt dieses Bike seinen wassergekühlten Reihentwin mit 486ccm, 180 Grad Hubzapfenversatz und 43 Nm bei 6750 U/min stolz im stabilen Stahlrahmenkonstrukt. Und ganz ehrlich das darf sie auch, denn die Maschine macht von Beginn an einen heiden Spaß. Außer dem quirligen Motor trägt unter anderem das knackig zu schaltende 6 Gang Getriebe und die 17 Zoll Bereifung zu diesem grandiosen Fahrgefühl bei. Dabei achteten die Ingenieure auf Handlichkeit und montierten vorne einen 120er Reifen auf die stylischen Speichenfelgen und hinten einen nicht zu breiten 160er. Gute Voraussetzungen also für die flinke Kurvenjagd.

Und wo wir schon bei der Zahl 160 angekommen sind, das ist auch die Nummer, die die Höchstgeschwindigkeit der halb Liter Brixton definiert. Recht flott möchte man meinen, daher wird das 180 Kilogramm leichte Motorrad (Leergewicht) im Fall der Fälle von zwei Bremsscheiben mit einem Bosch ABS-System wieder sicher eingefangen. Die vom spanischen Hersteller J.Juan verbaute Bremsanlage verfügt dabei über einen sehr modernen, voll einstellbaren Bremshebel und Stahlflexleitungen an der Vorderrad und Hinterradbremse. Alles in Allem also eine gute Voraussetzungen für gute Verzögern, doch der Hebel braucht ein bisschen mehr Handkraft als Anfangs gedacht, um mit der radial verschraubten Zwei-Kolben Bremszange die 320 mm Einzelscheibe vorne richtig in die Zange zu nehmen.

Mit dem oben erwähnten Bosch-ABS endet bei dieser Brixton auch schon alles an elektronischer Helferschaft. Ride Pure gilt und das ist wie schon gesagt mehr als erfrischend, denn überschaubare Lenkerarmaturen und Schalter lassen mehr Platz für die Konzentration auf das Wesentliche, nämlich das Fahren.  

The Brixton Crossfire 500/X

After the first presentation in 2018 at the EICMA, KSR’s own design centre took a little time and, unlike the brand’s small models, developed a new motorcycle including engine from scratch. Therefore, this bike proudly carries this water-cooled in-line twin with 486ccm, trunnion offset with 180 degrees and 43 Nm at 6750 rpm in a sturdy steel frame construction. And quite honestly, it can do so, because the bike is a lot of fun from the beginning. Apart from the lively engine, the crisp 6-speed transmission and 17-inch tyres contribute to this great driving experience. The engineers paid attention to handiness and mounted a 120 tire on the stylish spoke rims at the front and a not too wide 160 tire at the rear. Good prerequisites for the nimble chase through curves.

And since we have already arrived at the number 160, this is also the number that defines the top speed of the half-litre Brixton. You would think that the 180-kilogram motorcycle (unladen weight) is quite fast, which is why it is safely captured again with a Bosch ABS system in the event of two brake discs. The brake system installed by Spanish manufacturer J. Juan has a very modern, fully adjustable brake lever and steel braided lines on the front and rear brakes. All in all, a good basis for good deceleration, but the lever needs a little more manual force than initially thought to properly grip the 320 mm single disc at the front with the radially bolted two-piston brake caliper.

With the Bosch ABS mentioned above, this Brixton also has a lot of electronic helper shanks. Ride Pure applies, and as already mentioned, this is more than refreshing, because manageable handlebar fittings and switches leave more room for concentration on the essential, namely driving.

Hochwertige Federkomponenten

Wie ich bereits einleitend schrieb, möchte sich Brixton keinesfalls lumpen lassen. Daher sind die verbauten Fahrwerksbauteile von Kayaba ebenfalls einstellbar. Die Upside Down Gabel harmoniert dabei sehr gut mit dem Monofederbein am Heck und gerade im engen Landstraßenbetrieb findet man damit eine sportlich, aber nicht zu straffe Abstimmung, die ein ums andere Mal die Funken der Fußrastennippel über den Asphalt prickeln lässt. Untermalt von diesem angenehmen Brrrraaaapp Sound des Halblitertwins. Eine gelungene Komposition, die aber leider einen winzigen Haken hat. Trotz aller sauberen und korrekten Entwicklung hat man nicht mit den merkwürdigen Gesetztes Vorgaben im eigenen Land rechnen können. Reden wir nicht lange drum herum, die Crossfire hat 96dB und damit ein Dezibel mehr als zurzeit auf einigen Strecken in Tirol erlaubt ist.

Das vergisst man jedoch als Fahrer recht schnell, denn es gibt genügend Strecken, für die keine Einschränkung besteht und auf denen man sie spielerisch über ihren breiten Lenker von Kurve zu Kurve zirkeln kann. Hier im Odenwald macht es jedenfalls eine Menge Freude und die werkseitig montierten Pirelli Angel GT tragen ihren Anteil zum guten Fahrgefühl bei.

High quality spring components

As I wrote in the introduction, Brixton does not want to take the easy way out. Therefore, the chassis components of Kayaba are also adjustable. The upside-down fork harmonises very well with the mono-shock at the rear and especially in narrow country road use you will find a sporty but not too tight set-up, which makes the sparks of the footrest nipples tingle over the asphalt. Accompanied by this pleasant Brrrraaaapp sound of the half-litre twin. A successful composition, which unfortunately has a tiny catch. Despite all the clean and correct development, you could not expect the strange legal requirements in your own country. Let us not beat about the bush, the Crossfire has 96dB and thus one decibel more than is currently allowed on some tracks in Tyrol.

However, as a rider you forget this quite quickly because there are enough tracks for which there are no restrictions and on which you can playfully circle it from bend to bend over its wide handlebars. Here in the Odenwald it is a lot of fun and the factory fitted Pirelli Angel GT contribute their share to the good driving experience.

Komfort Sache

Leute wie ich können sich zudem auf die Brixton wirklich freuen, denn bei einer Sitzhöhe von 795 mm sitzt es sich bei festem Stand und auf der straff gepolsterten Sitzbank der Crossfire 500 angenehm tief und entspannt. Die Knie finden dabei einen sauberen Anschluss am 13,5 Liter fassenden X-Tank, einem der Markenzeichen der Brixton. Wobei der Kniewinkel für mich mit 172cm ebenfalls nicht zu eng ausfällt. Größere Menschen sollten sich hier allerdings etwas mehr Zeit nehmen und nicht nur fünf Minuten Probe sitzen, sondern einmal ausgiebig damit fahren. Dabei werden ihnen auch die vielen anderen Feinheiten der Crossfire ins Auge fallen. Denn nicht nur der Bremshebel ist einstellbar, nein auch beim Kupplungshebel geht das auf die gleiche Weise. In Sachen passive Sicherheit setzt man zudem auf moderne LED-Technik rundum, Tagfahrlicht inklusive, zudem wunderschön verpackt und mit einem stylischen Touch, der Farbe in das sonst klassisch wirkenden Bike bringt. Weniger klassisch ist dabei allerdings leider das LCD-Instrument. Einfach aufgebaut hat es alle nötigen Funktionen parat, aber es steht designbedingt einfach viel zu flach und ist in der direkten Sonne nicht ganz so gut ablesbar. Ein Punkt, an dem man wohl noch arbeitet, wie ich erfahren durfte. 

Comfort thing

People like me can also really look forward to the Brixton, because with a seat height of 795 mm it sits comfortably low and relaxed on the tightly upholstered seat of the Crossfire 500. The knees find a clean connection to the 13.5 litre X-tank, one of the Brixton trademarks. The knee angle of 172cm is also not too narrow for me. However, taller people should take a little more time here and not just sit for five minutes of rehearsal but ride it extensively. They will also notice the many other niceties of the Crossfire. Not only the brake lever is adjustable, but also the clutch lever can be adjusted in the same way. When it comes to passive safety, the Crossfire also features modern LED technology all round, including daytime running lights, beautifully packaged and with a stylish touch that adds colour to the otherwise classic-looking bike. Unfortunately, the LCD instrument is less classic. Simple in design, it has all the necessary functions at hand, but due to its design it is simply too flat and is not as easy to read in direct sunlight. A point, on which one probably still works, as I could experience. 

Qualität und Verarbeitung der Brixton Crossfire 500/X 

Noch immer soll es ja engstirnige Menschen geben die Motorräder aus chinesischer Produktion nicht leiden können oder mit Vorurteilen belastet sind. Und auch wenn die Crossfire in Österreich entwickelt wurde, wird sie nun einmal in China produziert und zusammengebaut. Nachteile in der Funktion, der Verarbeitung und der Qualität konnte ich jedenfalls nicht feststellen. Alle Bauteile sind ordentlich verschraubt und zur Sicherheit mit einem Farbklecks markiert, die Schalter und Bedieneinheiten am Lenker sind solide und runden das Gesamtbild Crossfire nach oben hin ab. Ein echtes Gimmick dabei ist noch der Schlüssel, der sich zusammenklappen lässt und wirkt wie ein klassisches Taschenmesser aus der Jugend.

Quality and finish of the Brixton Crossfire 500/X 

Still there are supposed to be narrow-minded people who do not like motorcycles from Chinese production or are burdened with prejudices. And even though the Crossfire was developed in Austria, it is produced and assembled in China. In any case I could not find any disadvantages in function, workmanship, and quality. All components are properly bolted together and marked with a splash of paint for safety. The switches and controls on the handlebars are solid and complete the overall picture of the Crossfire. A real gimmick here is the key that folds up and looks like a classic pocketknife from the youth.

Fazit

Mit der Brixton Crossfire 500 und ihrer Schwester X gibt man in Krems zukünftig richtig Gas, denn wirkliche Schwächen weißt die Maschine nicht auf und weiß außerdem durch ihre spritzige Art zu Punkten. Dabei lag der Testverbrauch zwischen 3,1 und 3,5 Litern. Ob als erst- oder Zweitmotorrad, als Maschine für Anfänger, oder für jung gebliebene Biker, ihr Spektrum umfasst sie alle. Ab August steht sie daher bei den Händlern und wartet auf Menschen, die es einfach lieben und gerne mit einem Lächeln durch die Lande fahren.

Zur Einführung liegen die Preise in Deutschland bei 5999 Euro für die Crossfire 500 bzw. 6299 Euro für die Crossfire 500 X.

Conclusion

With the Brixton Crossfire 500 and its sister X, the Krems team will be putting the pedal to the metal in the future, as the machine has no real weaknesses and also knows how to score points thanks to its lively style. The test consumption was between 3.1 and 3.5 litres. Whether as a first or second bike, as a machine for beginners or for bikers who are young at heart, her range covers them all. From August onwards, it will be available from dealers and waiting for people who simply love it and like to ride around the country with a smile on their face.

For introduction, the prices in Germany are 5999 Euros for the Crossfire 500 and 6299 Euros for the Crossfire 500 X.

In diesem Sinne viel Spaß euer

Torsten Thimm

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