Die Zero SR/S im realen Fahrtest.

Mit ihren ersten ausgewachsenen Motorrädern der SR-Klasse versuchen die Amerikaner von Zero Motorcycles den Elektromarkt zu erobern. Gleichwertige Konkurrenten gibt es noch nicht viele, also ist es ein Plan der klappen könnte. Wäre da nicht die Variable Mensch, die vielem Neuen erst einmal skeptisch gegenübersteht. Ja „Früher war alles besser“, oder war es einfach nur anders? Als ich Anfang der 90er Jahre begann Motorrad zu fahren waren Toleranz und Respekt dafür welche Maschine man fuhr ebenso Ehrensache wie das Benzingespräche am Bikertreff. Heute 30 Jahre später kommt mir das hin und wieder anders vor. Nicht am Bikertreff aber in der stetig wachsenden Anonymität, mit der wir uns online umgeben. Missgunst, Neid, oder den anderen einfach mal nur so zum Spaß im Netz runter machen für das was er fährt, trägt, oder ist, ist da nicht so schlimm, denn man bleibt mit seinem Hintern ja sowieso Kilometerweit entfernt und meist unerkannt am PC oder Handy sitzen. Doch so wie eine BMW R18, eine MV-Agusta Veloce 800, oder auch die Brixton 500, hat heutzutage auch die Zero SR/S einen Platz auf unseren Straßen verdient. Warum das so ist dürfte jedem klar sein, denn es ist bei schwindenden fossilen Brennstoffressourcen einfach eine weitere Variante und ein Konzept der modernen Fortbewegung.

Wobei die im Grunde seit ihrer Entstehung immer ein Kompromiss war und auch in der nahen Zukunft erst einmal bleiben wird. Denn alle vom Menschen erfunden Systeme sind weit vom Perpetuum Mobile entfernt und funktionieren im Grunde genommen wie er selbst. Man muss schon ordentlich oben etwas reinschütten, damit hinten auch etwas herauskommt. Wie gut die Herstellung oder Erzeugung der neuen Energieträger für die Umwelt ist, steht dann noch einmal auf einem anderen Blatt, wofür als Beurteilung ein einzelnes Menschenleben meiner Meinung nach hier nicht ausreicht.

Die Zero SR/S

Im Grunde genommen ist die Elektromobilität genau das, was sich viele Motorradfahrer bei ihrem Freizeithobby wünschen. Denn bei der Zero SR/S ist vieles aufs Minimum reduziert. So hängt z.B. der luftgekühlte 14,4kWh leistende Akku (effektive 12,6KWh) mittragend im Gitterrohrgeflecht aus Stahl. Der getriebefreie Antrieb und die Schwinge haben eine gemeinsame Achse, was dafür sorgt das es wenig bis gar keine Reaktionen des Federbeins auf den Zahnriemen gibt und man sich daher einen zusätzlichen Riemenspanner sparen kann. Wie der Akku wird auch die Antriebseinheit hinter der Schwinge mit Luft gekühlt, was man deutlich an ihren großen Kühlrippen erkennt. Dieser Aufbau spart Zero eine Menge Kosten und Gewicht bei seinen Bikes, denn ein zusätzlicher Kühlkreislauf nebst Nebenaggregaten ist somit hinfällig. Runde 230kg Fahrzeuggewicht machen sie in der Riege der Elektrobikes zu einem Leichtgewicht, dass sich ähnlich fährt wie ein Sporttourer der Anfang 2000er Jahre. Ähnlich deswegen, weil bei der Zero der Elektroantrieb für Vortrieb sorgt und mit seinen 190 Nm aus dem Stand heraus natürlich ganz anders beschleunigt als ein Verbrenner aus den vergangenen Tagen. Dieser Druck ist im Übrigen gut zu dosieren, denn die vorhandene und vor allem auch anpassbare Traktionskontrolle hält das Heck im Zaum und schützt den Fahrer vor bösen Überraschungen. Verschiedenen Fahrmodi sorgen dafür das jeder die passende Abstimmung für seine Gashand findet, wobei SPORT natürlich mächtig Vortrieb und Spaß erzeugt, aber auch einen recht schwindenden Akkustand, wenn man auf Dauer so unterwegs ist, wie mit einem Verbrennerbike.

Als Faustformel kann man so durchaus pro Kilometer gefahrene Strecke ein Prozent SoC des Akkus rechnen. Aber das kennen wir ja auch aus der alten Welt, wer Vortrieb möchte zahlt dafür mit einem schneller leeren Tank. Aus dieser Sicht hat sich also erst einmal auch nichts geändert. Dazu aber mehr weiter unten im Text.

Ist man also so unterwegs wie mit einem Verbrenner Motorrad und wie gewohnt (ich spreche von mir), werden aus den (bei mir waren es in vollgeladenem Zustand 143 bis max. 148km) ruckzuck 120, oder vielleicht auch nur 100 km Reichweite, die sich durch die Rekuperation der Maschine im Mittelgebirge nur geringfügig beeinflussen lässt.  

Die Welt des geräuschlosen Fahrens

Nach wie vor gibt es wie bei allen Konzepten Verfechter des Für und Wider, die mit ihren Argumenten versuchen ihr direktes, wie auch gerade in der heutigen Zeit durch Ihre Präsenz in den sozialen Medien ihr indirektes Umfeld zu beeinflussen. Ich selbst nehme mich da nicht heraus, denn auch ich empfehle Dinge die ich selbst getestet und ausprobiert habe, wenn sie mir gefallen.

Bei dem Thema Elektromotorrad spielen viele Aspekte eine Rolle die Meinungsbilden sind. Während die pro Seite gerne den Umweltaspekt (der meiner Meinung nach nicht geklärt ist) als ein Kaufargument erwähnt, hält die kontra Seite mit zu wenig Reichweite, zu lagen Ladezeiten und dem fehlenden Auspuffsound dagegen. Letzterer wird außerdem gerne von den Kritikern zum Anlass genommen die Verkehrssicherheit solcher Maschine in Frage zu stellen, da man sie im Straßenverkehr weniger gut wahrnimmt. Die Pro Seite hingegen hält mit weniger Krach für die Menschen und die Umwelt dagegen und bekommt in Zeiten wie diesen von Bundesländern wie dem österreichischen Tirol auch noch zweifelhafte Asse in die Karten gespielt. Nach gut 14 Tagen mit der Zero SR/S kann ich sowohl die Für- aber auch die Wideraspekte besser verstehen und auch beurteilen.

Als ich die Zero in Rüsselsheim abgeholt haben, war das ein ganz neues Erlebnis für mich. Sicherlich bin ich bei Honda schon DCT Maschinen gefahren und konnte auf den Kupplungshebel und auch den Schalthebel gut verzichten. Das Fehlen dieser Bauteile ist zugleich auch ein Vorteil, denn man hat mehr Konzentration auf der Straße. Eine zusätzliche Konzentration die man auch durchaus braucht, um für seine Mitmenschen noch mehr mitzudenken als gewohnt. Durch das fehlende Getriebe und den Motor gibt es tatsächlich sehr wenig Klangbild von so einer Zero zu hören, was in der Stadt und im langsamen Verkehr dazu führt das man übersehen bzw. überhört wird. Mir liefen alleine bei der Fahrt von Rüsselsheim bis nach Hause zweimal Fußgänger vors Vorderrad, die mich nicht kommen hörten. Auch wenn das andere Kollegen anders sehen, meine Schlussfolgerung daraus ist die, dass die Menschen sich im Groh einfach noch nicht an die lautlose Fortbewegung gewöhnt haben. So werden mit steigender Anzahl dieser Fahrzeuge auch die vermeidbaren Unfälle ansteigen, wenn man von Herstellerseite nicht handelt. Zumindest in der Stadt und ab einer Geschwindigkeit von 20-70 Km/h sollte hier via Soundmodul ein Fahrgeräusch simuliert werden, was die Passanten und auch den Fahrer schützt.

Liegt die Stadt allerdings einmal hinter einem im Rückspiegel und die Geschwindigkeit steigt, hört man unter dem Helm das Surren des Antriebs, des Riementriebes und das Abrollgeräusch der Reifen. Zusammengefasst klingt das ein wenig wie eine Turbine, böse Menschen würden sagen wie ein Elektrostaubsauger. Dem Fahren an sich tut dies aber keinen Abbruch, auch wenn die Zero in den Kurven stets eine wenig Kopflastig und stur zu wirken scheint. Ob dies an den montierten Pirellis liegt weiß ich nicht. Persönlich bin ich aber der Meinung, dass ein ausgereifter Tourenreifen ala Michelin Road 5 oder Metzeler Roadtec 01SE besser zu ihr passen würde als der Diabolo Rosso.

https://fb.watch/1iB09FQgys/ Zero’s Sound 🙂

Geschmeidig rundes Fahren ist ihrs und damit hat man auch am meisten Spaß, denn der breite Lenker liegt gut in der Hand und sorgt für eine entspannte Sitzposition hinter der sportlichen Verkleidung. Der Wetterschutz geht dabei voll in Ordnung, allerdings hätte man die Scheibe etwas besser hinterlüften können, da sie zumindest bei mir am Helm für Verwirbelungen sorgte. Die Fahrmodi (5 sind vorinstalliert 10 insgesamt möglich) wirken alle sehr unterschiedlich an der Gashand. Während ECO und Rain noch sehr sanft arbeiten, drück Street schon etwas mehr und Sport rockt. ToB bildet einen V2 ab, was ihm recht gut gelingt und den gleitenden Fahrstil ohne großes Bremsen unterstützt. Der Rest und vieles andere mehr kann dann je nach Gusto über die Zero-APP am Handy konfiguriert werden, dass alles würde aber hier und jetzt zu weit führen. Zur weitern technischen Ausstattung gehört das gut ablesbare TFT Farbdisplay, eine stylische LED-Ausstattung bei Front- und Rücklicht, die Blinker sind unverständlicherweise mit gewöhnlichen Birnchen bestückt, eine dreistufige Griffheizung und ein recht umständlich zu bedienender Tempomat.

Die Abload Prozedur

Je nachdem welches Zero-Modell man sein Eigen nennt gibt es verschiedene Varianten. Die Standard Version der SR Modelle mit Staufach und ohne zusätzlichen Charge oder Power Tank lädt lediglich mit 3kW Stunden. Besser, teurer und auch schwerer ist da schon das Premium Modell denn hier sind es bereits 6kW die in den Akku gedrückt werden. Wer die volle Ladung von 12 kW möchte, der opfert dafür das Staufach und baut dort den Charge Tank ein, was weiteres Gewicht auf die Habenseite der Maschine bringt. Für weitere Strecken hat Zero dann noch einen zusätzlichen Akku (Power Tank) parat, der unter Umständen für Langstreckenfahrer mit seinen 3,8kWh mehr Sinn macht als der Charge Tank. Länger fahren hebt hier das Warten an der Zapfstelle auf.

Geladen wird bei Zero im Übrigen wie sollte es auch anders sein auf die ganz eigene Art und Weise. Warum sollte man auch einen gemeinsamen Weg mit anderen Herstellern einschlagen? Während Harley und Energica über CCS-Stecker und einen DC-Ladeanschluss (Gleichstrom) laden, läuft das bei der Zero über einen AC-Lader und Typ 2 Ladenschluss (Wechselstrom). Die Zero ist somit also weniger ein Tesla mit dem sie hin und wieder verglichen wird als eher die Zoe der elektrischen Motorradwelt. Vorteil hierbei ist allerdings, dass dadurch die private Ladestation zu Hause denn man eine möchte günstiger ausfällt. Nachteil der Ladevariante man muss halt immer sein Kabel dabeihaben, da TYP 2 Ladekabel an der öffentlichen Säule größtenteils nicht vorhanden sind. Das ist im Fall des Typ 2 Kabel echt blöd, weil das Kabel schwer und unhandlich ist. In der Standardvariante der SR-Modelle bringt man es noch im Staufach unter. Hat man die oben bereits erwähnten zusätzlichen Bauteile montiert und kein Staufach mehr zur Verfügung braucht es andere Lösungen. Hier kann sich jeder selbst überlegen, ob Tankrucksack, Hecktasche oder ggf. ein Rucksack der beste Transportweg ist.

Bremsen und Fahrwerk

Neben der Traktionskontrolle (mehrere Stufen und auch abschaltbar) als Sicherheitsaspekt, verfügt die Zero auch über eine ausgereifte und standfeste Bremsanlage von J.Juan. Vorne ankern beim Griff an den radial angeordneten Bremshebel zwei ebenfalls radial montierte Vierkolbenfestsättel in zwei 320er Doppelscheiben. Hinten ergänzt eine einzelne 240er Scheibe und ein Einkolben Schwimmsattel das ABS unterstützte System. Damit muss man sich also nicht verstecken und auch das Fahrwerk kann sich sehen lassen. Die von Showa gestiftete USD-Gabel ist voll einstellbar, ebenso wie das außermittig montierte Federbein vom gleichen Hersteller. Beides arbeitet komfortabel und ist je nach Wunsch des Fahrers anpassbar.

Weitere Vorteile und Vergünstigungen der E-Mobilität

Dadurch dass es weniger Bauteile im System E gibt, werden natürlich auch die Wartungs- und Folgekosten reduziert und auf Dauer der zum Teil noch hohe Anschaffungspreis von rund 21000 Euro rehabilitiert. Zero Motorcycles gibt auf seiner Homepage 15 Punkte an, die man als Besitzer einer ihrer Motorräder nie wieder tun muss, um das Bike auf Dauer am Laufen zu halten. Angefangen vom Ölwechsel, über Zündkerzen, bis hin zum meist kostenintensiven einstellen der Ventile, nichts davon ist mehr nötig.

Dafür gibt es allerdings den Akkumulator, der mit ein wenig Pflege natürlich umso länger hält. Soll heißen, man sollte sich mit seiner Funktion beschäftigen, ihm Zeit lassen beim Aufladen und nicht nur die Schnellladefunktion (Typ 2 Schnelllader) der Maschine, falls vorhanden nutzen. Im Schnelllademodus verspricht Zero bei der SR/S in 80 Minuten 95% Ladevolumen der Batterie aufzuladen. Das sogenannte Balancing macht der Akku dann von sich aus, ebenso wie bei längeren Standzeiten die Longterm-Pflege. Beachtet man diese Punkte von Anfang an, wird man langfristig Spaß an seiner Zero haben. Spaß hat man als Besitzer auch an der 10-jährigen Steuerbefreiung der Maschine denn das freut den Geldbeutel, wie auch am z.B. in München staatlich geförderten Zuschuss von derzeit 1000 Euro.

Resümee https://youtu.be/HMNS-UHlQhg

Der Fahrspaß auf einer Zero SR/S oder einem anderen Elektromotorrad definiert sich einfach anders und um sinnvolle Reichweiten erzielen zu können, muss man seine Gewohnheiten ändern und dem System anpassen, um nicht mehr Zeit an der Ladestation zu verbringen als auf der Straße. Kommende Generationen von Bikern sind ggf. irgendwann soweit. Mir Torsten Thimm fehlt bei dieser Art des Fahrens die für mich wichtigen Emotionen, das Tackern des Verbrennungsmotors und der Klang aus den Auspufftüten, was für mich unter anderem Motorradfahren ausmacht. Mögen mich manche dafür antiquiert nennen, mag auch sei das es an meiner Maschinenbauer Vergangenheit liegt, aber das weckt eben meine Emotionen. Und ja ich höre meinem Motorrad auch zu was es mir nach der Tour zu erzählen hat, wenn es knisternd im Hof abkühlt. Doch bin ich nicht das Maß aller Dinge und daher rate ich jedem es selbst einmal für sich zu ER-fahren. Jemand der offen für Neues ist und gerne auf einer satten Drehmomentwooge ala hubraumstarkem Cruiser gleitet findet womöglich genau das was er sucht. Und vielleicht ist ja doch der eine oder andere Motorradfahrer dabei der noch ein 2. oder 3. Motorrad für die Hausrunde zum Feierabend sucht, denn hierfür reicht die heutige Technik der Elektrobikes schon locker aus.

Die Zeros gibt es zum Einstiegspreis von:

SR/S                Standardmodell                      20.990,00 Euro

                        Premiummodell                     23.140,00 Euro

SR/F                Standardmodell                      20.270,00 Euro

                        Premiummodell                     22.420,00 Euro

The Zero SR/S in a real driving test.

With their first fully-grown SR class motorbikes, the Americans from Zero Motorcycles are trying to conquer the electric market. There are not many competitors of equal quality yet, so it is a plan that could work. Were it not for the variable human being, who is sceptical about many new things! Yes „Everything used to be better“, or was it simply different? When I started riding motorbikes in the early 90s, tolerance and respect for the type of bike you rode were just as much a matter of honour as the fuel discussions at the bikers‘ meeting. Today, 30 years later, that seems different to me now and then. Not at the Bikertreff but in the constantly growing anonymity with which we surround ourselves online. Resentment, envy, or just for the fun of it, to put the other person down for what he drives, wears, or is, is not that bad, because you stay miles away with your butt anyway and mostly sit unrecognised on your PC or mobile phone. But just like a BMW R18, a MV-Agusta Veloce 800, or even the Brixton 500, the Zero SR/S deserves a place on our roads these days. Why this is so should be clear to everyone, because with dwindling fossil fuel resources it is simply another variant and a concept of modern locomotion.

Although it has always been a compromise from the beginning and will remain so soon. After all, all systems invented by man are far removed from perpetual motion and basically function like man himself. You must put something in at the top so that something comes out at the back. How good the production or generation of the new energy sources is for the environment is a different matter, for which a single human life is not sufficient in my opinion.

The Zero SR/S

Basically, electromobility is exactly what many motorcyclists would like to see in their leisure hobby. Because with the Zero SR/S many things are reduced to a minimum. For example, the air-cooled 14.4kWh battery (effective 12.6KWh) is suspended in the steel grid tube mesh. The gearless drive and the swingarm have a common axis, which ensures that there is little or no reaction of the shock absorber to the toothed belt and therefore you can save yourself an additional belt tensioner. Like the battery, the drive unit behind the swingarm is also cooled with air, which is clearly visible by its large cooling fins. This design saves Zero a lot of cost and weight on its bikes, as an additional cooling circuit and auxiliary units are no longer required. A weight of 230kg makes them a lightweight among the electric bikes, which is like a sports tourer of the early 2000s. The same is true because the Zero’s electric drive provides propulsion and, with its 190 Nm from a standing start, accelerates in a completely different way than a combustion engine from the past days. Incidentally, this pressure is easy to control because the existing and above all adjustable traction control keeps the rear in check and protects the driver from unpleasant surprises. Various driving modes ensure that everyone can find the right setting for his or her gas hand, whereby SPORT naturally generates powerful propulsion and fun, but also a rather dwindling battery level when you are on the road for a long time, as with a combustion bike.

As a rule of thumb, you can calculate one percent SoC of the battery per kilometre of distance travelled. But we know this from the old world, if you want to drive, you pay for it with a faster empty tank. So, from this point of view, nothing has changed for the time being. But more about this further down in the text.

So if you are on the road like with a combustion engine motorbike and as usual (I am talking about me), the range (in my case it was 143 to max. 148km in fully charged condition) will quickly become 120, or maybe only 100km, which can only be slightly influenced by the recuperation of the engine in the low mountain range. 

The world of noiseless driving

As with all concepts, there are still advocates of the pros and cons, who try to influence their direct environment with their arguments, as well as their indirect environment through their presence in the social media, especially today. I do not take myself out of this, because I also recommend things that I have tested and tried myself if I like them.

There are many aspects of the topic of electric motorbikes that play a role in forming opinions. While the pro side likes to mention the environmental aspect (which in my opinion has not been clarified) as a purchase argument, the contra side with too little range, too long loading times and the missing exhaust sound is against it. The latter is also used by the critics as a reason to question the road safety of such a machine, as it is less noticeable in traffic. The pro side, on the other hand, countered with less noise for the people and the environment, and in times like these, even dubious aces are played into the cards by provinces like the Austrian Tyrol. After a good 14 days with the Zero SR/S, I can better understand and judge both the pros and cons.

When I picked up the Zero in Rüsselsheim, it was a completely new experience for me. I have certainly ridden DCT machines at Honda and was able to do without the clutch lever and the gear lever. The absence of these components is also an advantage because you have more concentration on the road. An additional concentration that you need to think more than usual for your fellow men. Due to the missing gearbox and the engine there is truly little sound from such a Zero to hear, which in the city and in slow traffic leads to the fact that one is overlooked or overheard. During the drive from Rüsselsheim to my home, I had twice pedestrians in front of my front wheel who did not hear me coming. Even if other colleagues see it differently, my conclusion is that the people in Groh have simply not yet got used to the silent movement. So, as the number of these vehicles increases, the number of avoidable accidents will also increase if the manufacturers do not act. At least in the city and from a speed of 20-70 km/h a driving noise should be simulated via sound module, which protects the passers-by and the driver.

But if the city is behind you in the rear-view mirror and the speed increases, you can hear the whirring of the drive, the belt drive, and the rolling noise of the tyres under your helmet. In summary, it sounds a bit like a turbine, bad people would say like an electric hoover. But it does not stop the driving itself, even if the Zero always seems a bit top-heavy and stubborn in the curves. Whether this is due to the mounted Pirellis I do not know. Personally, I think that a mature touring tyre like Michelin Road 5 or Metzeler Roadtec 01SE would fit it better than the Diabolo Rosso.

Smooth, round riding is hers and that is where you have the most fun, because the wide handlebars fit well in the hand and ensure a relaxed riding position behind the sporty fairing. The weather protection is completely ok, but you could have ventilated the windscreen a little better, as it caused turbulences at least on my helmet. The driving modes (5 are pre-installed 10 possible altogether) all have a quite different effect on the gas hand. While ECO and Rain still work very gently, Street is already pushing a little more and Sport rocks. ToB reproduces a V2, which he manages quite well and supports the gliding driving style without much braking. The rest and much more can then be configured according to your taste via the Zero-APP on your mobile phone, but that would all lead too far here and now. Further technical features include the easy-to-read TFT colour display, stylish LED equipment at the front and rear lights, the indicators are incomprehensibly fitted with ordinary bulbs, a three-level grip heating and a cruise control that is quite awkward to operate.

The load procedure

Depending on which Zero model you own, there are different variants. The standard version of the SR models with storage compartment and without additional charge or power tank charges only 3kW hours. Better, more expensive, and also heavier is the premium model, because here it is already 6kW that are pressed into the battery. If you want the full 12kW charge, you can sacrifice the storage compartment and install the charge tank there, which adds more weight to the credit side of the machine. For longer distances Zero has an additional battery (Power Tank), which might make more sense for long distance riders with its 3.8kWh than the Charge Tank. Driving longer distances eliminates waiting at the tap.

By the way, Zero charges in its own unique way – how could it be otherwise? Why should you go the same way with other manufacturers? While Harley and Energica charge via CCS plugs and a DC charging connection (direct current), Zero uses an AC charger and type 2 charging (alternating current). So, the Zero is not so much a Tesla as the Zoe of the electric motorbike world. The advantage is that the private charging station at home can be cheaper than the one you want. Disadvantage of the charging method you always must have your cable with you because TYPE 2 charging cables are mostly not available at the public column. This is stupid in the case of the type 2 cable, because the cable is heavy and unwieldy. In the standard version of the SR models you can store it in the storage compartment. If you have mounted the above-mentioned additional components and no storage compartment is available, you need other solutions. Here everyone can decide for himself whether a tank bag, rear bag or, if necessary, a rucksack is the best way of transport.

Brakes and chassis

In addition to traction control (several levels and disable) as a safety feature, the Zero also has a sophisticated and stable brake system from J. Juan. Two four-piston fixed callipers, also mounted radially, are anchored at the front when gripping the radially arranged brake lever in two 320 double discs. At the rear, a single 240 disc and a single-piston floating caliper complement the ABS-assisted system. So, there is no need to hide and the chassis is also a sight to behold. The USD fork, donated by Showa, is fully adjustable, as is the off-centre rear shock from the same manufacturer. Both works comfortably and can be adjusted according to the rider’s preferences.

Other advantages and benefits of e-mobility in Germany

The fact that there are fewer components in System E naturally also reduces maintenance and follow-up costs, and in the long run the sometimes still high purchase price of around 21,000 euros is rehabilitated. Zero Motorcycles states 15 points on its homepage, which you never have to do again as owner of one of their motorbikes to keep the bike running in the long run. Starting with the oil change, spark plugs, up to the mostly cost-intensive adjustment of the valves, none of this is necessary anymore.

But there is the accumulator, which of course lasts longer with a little care. This means that you should be concerned with its function, give it time to recharge and not only use the quick charging function (type 2 quick charger) of the machine, if available. In fast charge mode Zero promises to charge 95% of the battery in 80 minutes on the SR/S. The battery will then do the so-called balancing on its own, as well as the long-term care when the machine is not in use for a long time. If you pay attention to these points from the beginning, you will enjoy your Zero in the long run. The owner will also enjoy the 10-year tax exemption of the machine, which is good for the wallet, as well as the state-subsidised grant of currently 1000 Euros in Munich.

Summary

Riding a Zero SR/S or any other electric motorbike is simply defined differently and in order to achieve meaningful ranges, you have to change your habits and adapt the system to spend no more time at the charging station than on the road. Future generations of bikers may be ready at some point. For me Torsten Thimm, this kind of riding lacks the emotions that are important for me, the stapling of the combustion engine and the sound from the exhaust pipes, which for me is what motorcycling is all about. Some may call me antiquated for this, may it be that it is due to my mechanical engineer past, but that is what awakens my emotions. And yes, I also listen to my motorbike and what it must tell me after the tour, when it cools down in the yard. But I am not the measure of all things and therefore I advise everyone to ride it for themselves. Someone who is open to new things and likes to ride a high torque, high capacity cruiser might find exactly what he is looking for. And maybe one or the other motorcyclist is still looking for a 2nd or 3rd motorbike for the house round at the end of the day, because today’s technology of electric bikes is easily sufficient for this.

Technische Daten

Modell SR/S

Motor und Antrieb   

Motor Art                                           Permanenterregter Elektromotor

Boost-Leistung in kW (PS)                  82 (110)

bei U/min                                           5000

Drehmoment in Nm                           190

Dauerleistung in kW (PS)                   40 (54)

Antrieb                                                Zahnriemen

Fahrwerk       

Rahmen                                              Stahlrohr-Gitterrahmen, Akkupack mittragend

Radaufhängung vorn                          Upside-Down-Telegabel, 43 mm Standrohr

Radaufhängung hinten                       Aluminium-Zweiarmschwinge mit Monofederbein

Reifengröße vorn                                120/70 ZR 17

Reifengröße hinten                             180/55 ZR 17

Bremsen vorn Doppelscheibe            320 mm, Vierkolben-Festsättel, radial montiert

Bremsen hinten Einzelscheibe           240 mm, Einkolben-Schwimmsattel

Lenkkopfwinkel in Grad                     65,5

Nachlauf in mm                                  94

Federweg in mm v/h                          120/140

Maße und Gewichte 

Radstand in mm                                 1450

Leergewicht in kg                               239

Zuladung in kg                                     225

Akkukapazität brutto/netto kWh      14,4/12,6

Sitzhöhe in mm                                  787

Fahrleistungen         

Beschleunigung 0 auf 100                  3,3

Höchstgeschwindigkeit in km/h        200

Verbrauch     

Testverbrauch in kWh/100 km          7 bis 16

In diesem Sinne

Spannungsgeladene Grüße euer Torsten Thimm

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