Der Reiz der Berge…. (English Version Below)

Die Dolomiten im Laufe der Jahre

Man muss die Berge einfach lieben! Warum? Nun sie bieten einem Ruhe, Entspannung, Energie und zudem die schönsten Kurven, die man sich vorstellen kann in einer rundum grandiosen Natur. Sicherlich sollte man hier nicht als absolut ungeübter Neuling ankommen, bevor man sich mitten hinein ins Kurvengetümmel von Sella, Pordio, Manghen und den anderen wunderschönen Strecken begibt. Doch mit den Grundlagen unserer Mittelgebirge und dem Willen etwas zu erleben klappt es im Grunde genommen schon einmal recht gut. Daher folgt mir nun zu meiner kleinen Zeitreise zurück ins Jahr 2004. Denn das war das Jahr in dem ich angefangen habe die Dolos zu ER-fahren. 

Die Könige der Alpen

Seit nunmehr einem Jahr gibt es jetzt unsere Herrntour und nach dem Start an den Gardasee haben wir Jungs Blut geleckt. Berge sind seitdem unsere Herausforderung und Kurven, ja speziell Spitzkehren, die Könige davon und genau das was wir erleben wollen. Es ist Anfang Juni und die meisten Pässe der Alpen haben gerade ihr Wintersperre hinter sich. Vereinzelt allerdings werden diese Sperren noch aufrechterhalten, denn der Winter hatte einen langen Atem dieses Jahr. Nichts destotrotz nehmen wir natürlich mit was geht und schnappen uns bereits die ersten Kurven bei unserer Anfahrt nach Lajen. Ja zu dieser Zeit waren wir noch wilde Kerle und über die Vorteile des Reisens mit Auto und Anhänger hatten wir bis dahin noch nicht nachgedacht. So verging dieser Anreisetag im ersten Rausch der Berge und nachdem auch Albrecht mit Auto und Anhänger im Hotel eingelaufen war, waren wir komplett für den Start am kommenden Morgen.

Arabba ‚manchmal reicht es doch nicht‘

Es war der 02.06.2004 ein sonniger Morgen und zugleich ein Tag den ich nie mehr vergessen werde! Albrecht übernahm die Führung und wir starteten vom Hotel aus, über das Würzjoch gen Osten nach Olang, Tobblach und Cortina di Ampezzo. Die Eindrücke waren überwältigend, denn nie zuvor hatte ich eine solche Menge an Kurven und vor allem Spitzkehren unter die Reifen genommen, nie zuvor so viele Kombinationen erlebt. Die TDM unter mir schnurrte vor sich hin, folgte meinen Befehlen, als ob wir jahrelang nichts anderes gemacht hätten. Einige Pässe und Kurven, sowie eine Mittagspause später kamen wir im entspannten Flow auf dem Pordoi an, schauten uns dort oben ein wenig um, um dann weiter gemütlich hinunter nach Arabba hinein zu fahren.

Alles an was ich mich Momente später erinnre war, dass mein Fuß sehr schmerzte und ich im nächsten Augenblick meine TDM in der Kurve auf der Fahrbahn liegen sah. Schockschwere Not dachte ich, meine Freunde eilten helfend herbei, doch in dieser Sekunde brauchte ich erst einmal Ruhe, Luft zum Atmen und den Gedanken daran was gerade passiert war. In einer der Spitzkehren vor Arabba, hatte ich nun also meinen ersten Unfall und anfänglich dachte ich nur zum Glück ist dir nichts passiert. Das mich das alle Außenbänder am linken Fußgelenk kostete, erfuhr ich erst Monate später, nach dem Röntgen und weitergehenden Untersuchungen, weil der Fuß einfach nicht heilen wollte. An diesem Junitag jedenfalls und nach kurzer Erholung lies ich es nicht zu und fuhr noch schmerzverzerrt bis nach Arabba. Dort stellte ich das Motorrad auf Wunsch meiner Freunde ab und wartete in der Folge mit Marc zusammen auf Albrecht, der mich mit Auto und Anhänger abholen kam. Ja den ersten Tag in den Bergen hatte ich mir damals anders vorgestellt.

Indianer kennen keinen Schmerz

Die TDM hatte ich noch am gleichen Abend in der Hotelwerkstatt gerichtet. Lenker und Auspuff wieder gerade gezogen, alles Notwendige gecheckt. Daher stand ich mit halb offenem Stiefel am nächsten Morgen für die Tour bereit. Ja der Fuß schmerzte aber Tigerbalsam und ein fester Verband stützen ihn, um weiterfahren zu können, denn dafür waren wir ja schließlich hier. Dieser wundervolle Fahrtag führte uns zunächst gen Süden über die schmalen Kurven des Manghen Passes bis nach Carzano. Der Blick hinunter vom Gipfelkreuz spornte uns dabei an denn die Straße ging einem wildgewordenen Lindwurm gleich ins Tal hinunter. Die Glücksgefühle hüpften in diesem Moment im Dreieck ich sags euch und der Fuß war vergessen. Nach dem Manghen hielten wir uns östlich, folgten dem Passo Bronco bis nach Mezzano, bevor wir uns in nördlicher Richtung orientierten. Der nächste Zielpunkt auf dem Navi war die Staumauer des Fedaia Stausees unterhalb der Marmolada. Mächtig war zu dieser Zeit noch die Gletscherzunge des Berges, die damals weit hinunter zum See ragte. Die restlichen Eisschollen krachten unter uns an der Staumauer Fuß und wir wilden Kerle waren um ein gewaltiges Erlebnis reicher. Nicht zu überbieten dachte Klaus, Marc und ich noch an diesem Abend, doch Albrecht grinste nur denn es sollte anders kommen.

Felswände, Kurven und Schneefelder

Am Morgen hatten wir gefrühstückt und dann gut und gerne 450km auf dem Navi stehen, was selbst für uns Helden der Berge eine Herausforderung darstellte. Die TDMs waren am Abend davor alle von mir noch einmal auf Öl, Luft und Kette gecheckt worden, nur an den 1150er Boxer von Wolfgang traute ich mich erst nicht recht dran, nachdem ihn tags zuvor am Bronco die Hinterradbremse mit Druckverlust verlassen hatte. Allerdings schaffte er es mich mit gutem Zureden zu überzeugen und nach einer sauberen Entlüftungsarbeit, bekamen wir das schlussendlich auch dauerhaft wieder in den Griff. Der erste Abschnitt brachte uns zuerst einmal nach Südwesten und den Mendelpass hinauf. Unten noch breit wurde der im oberen Bereich mit einmal enger und mit Kurven, die an der steil aufsteigenden Felswand entlang einen Flow entwickeln liesen, den wir bis dato noch nicht kannten, kamen wir auf der Passhöhe an. Wow, war das ein geiles Erlebnis und ich hätte gleich noch einmal runter und wieder hochfahren können. Doch der Weg an diesem Tag war noch weit und bis jetzt wusste ich nur ganz grob was uns noch erwarteten würde.

Wir folgten anschließend der SS42 und erneut ging es hoch hinaus, diesmal über den Tonale und die unglaublich engen Kurven des Gavia Passes. Die Schneefelder neben der schmalen Straße waren noch immer gewaltig und wie kleine Kinder hüpften wir auf ihnen herum und warfen Schneebälle aufeinander. Nach der Abfahrt vorbei am Kriegsdenkmal und hinunter nach Bormio ging es weiter zum König dieser Bergekette dem Stilfser Joch. Für uns zu der damaligen Zeit ein mystischer Name und zugleich der absolute Hammer für die kommenden Stammtischgespräche. Wir freuten uns schon auf die gebündelte Anzahl Kehren hinunter ins Tal nach Prad, ohne genau zu wissen was uns beim Hochfahren bereits erwarten würde. Doch es sollte anders kommen als geplant.

Stilfser Joch du Schönheit

Der Weg von Bormio aus lies mich das eine oder andere Mal tief nach Luft schnappen und die Emotionen in mir schlugen ähnlich wie bereits auf dem Gavia Purzelbäume. Die Yamaha schnurrte wie eine Katze die Bergstraße entlang, durch die Tunnel hindurch zur Spitze des Berges. Und dann lagen sie vor uns die 48 Kehren hinunter ins Tal plus ein ca. 600 Meter langes Schneefeld, das uns den Weg versperrte. An diesem Tag kamen wir von dort aus nicht zurück ins Tal, denn alle Ideen zur Überquerung, oder Umfahrung dieses Hindernisses scheiterten und der Typ mit dem passenden Bagger, um eine Furche zu ziehen war gerade nicht da. Der Anblick ins Tal indes weckte die Begierde auf mehr und so kam dieser Teil der Strecke auf die To Do Liste fürs nächste Mal. Den Weg zurück nahmen wir an diesem Mittag, über den nicht viel weniger spektakulären Umbrail Pass und seine Schotterpassagen. Zurück durch den Vinschgau und durch Meran kamen wir oberhalb von Lana und Bozen zurück nach Lajen und ich sags euch, wir waren alle nach rund 480 Kilometern Strecke durch, aber zugleich auch glücklich das erlebt haben zu können.   

Der Weg zurück ‚doch wir kommen wieder‘

Die Abreise einen Tag später war ursprünglich genauso geplant wie die Anreise, nämlich auf der eigenen Achse, mit einem Teil Autobahn und ansonsten über die Landstraßen zurück nach Hause. Allerdings holte mich durch die Tour am Vortag der schmerzende Fuß wieder ein und so beschloss ich den Komfort von Albrechts Auto und Anhänger in Anspruch zu nehmen, um wieder zurück nach Hause zu kommen, während die drei anderen Jungs auf den Maschinen zurückfuhren. Trotz meines kleinen Ausrutschers blieben uns allen diese fantastischen Kurven und Pässe stets präsent im Kopf und es gab ja noch so viel zu entdecken, sodass wir bereits zwei Jahre später erneut am Tor zum Brenner standen. 

Der zweite Streich ‚reifer geworden‘

An diesem Septembertag 2006 haben wir den Brenner bereits hinter uns gelassen. Noch einmal wollen wir es genießen, wollen Tornati und hohe Berge fahren, bevor der Winter Einzug hält und sich das Motorradjahr dem Ende neigt. Ganz so wild wie zwei Jahre zuvor sind wir heuer nicht mehr, was sich unter anderem daran zeigt, dass wir dieses Mal alle mit Gespannen anreisen. Eine bequeme Art des Reisens, die wir in den Jahren davor für uns entdeckt haben und die uns auch zukünftig öfters begleiten wird. Die Ankunft in Eggen im Hotel Latemar ist daher nur noch eine reine Formsache, wobei wer die alte Straße noch kannte, weiß was das bedeutete.

Septemberland

Schon früh am nächsten Morgen stehen die Motorräder abfahrbereit vor der Tiefgarage des Hotels und wir können es kaum erwarten zu starten. Über den Passo Lavaze führte uns der erste Teil der Tour in Richtung Manghen Pass der uns Allen von der letzten Reise noch sehr gut in Erinnerung geblieben war. Seine Streckenführung war einfach zu verlockend, um ihn links liegen zu lassen. Was wir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wussten war, dass er uns an diesem sonnigen Herbsttag einige Zeit kosten würde. Bis zum Gipfelkreuz war alles problemlos und aufregend wie zuvor. Danach allerding war die Straße erst einmal ,,Chiuso‘‘ weil man weiter oben am Berg Hangsicherung betrieb. Da uns nichts übrig blieb nahmen wir uns also die Zeit, machten Blödsinn und irgendwann ging es dann auch weiter. Allerdings war unsere Tourplanung für diesen Tag dahin, sodass Sascha beschloss über den Bronco hin zur Marmolada zu fahren. Auf der alten Panzerstraße entkamen wir dann nur knapp den interessierten Carabinieri und führten die Tour über Canzei und Wolkenstein, am Karrer See vorbei wieder zurück nach Eggen. Für den ersten Tag, da waren wir uns alle einig, war das gar nicht mal so schlecht. Wir merkten zudem deutlich, dass wir uns alle fahrerisch verändert hatten. Aus dem Kaffeeklatschtouring war nun die Gruppe der flotten Gleiter geworden.

Kurvengleiten….

Der Abend verging wie häufig zu diesen Zeiten sinnvoll mit Gesprächen, dem einen oder anderen Bierchen und der Planung des nächsten Tages. Erneut waren wir früh auf unseren Mopeds, hielten uns nordwärts und fuhren in den Vinschgau hinein. Vorbei an Schlanders kamen wir nach Prad und damit stieg langsam wieder die Unruhe in mir. Da war er wieder der kleine Junge mit der TDM und heute hatte er 48 Kehren ganz für sich alleine. Naja fast, denn wir hatten das Glück der späten Jahreszeit und damit wenig Verkehr. Außer ein paar rotzfrecher Testfahrer von KTM, die uns mit den damals neuen 690er Entenschnäbel um die Köpfe fuhren, waren es wir, unsere Bikes und die Kehren nach oben. Für mich persönlich allerdings war es das sensationelle Erlebnis und als wir oben ankamen kochten die Emotionen spürbar in jedem von uns so hoch, wie die Bergspitze des Passes. Etwas später nach einem kleinen Bildermarathon gab es natürlich dieses Mal auch die berühmte Bergbratwurst, die uns beim letzten Besuch verwehrt blieb. Wir genossen die Zeit dort oben noch ein wenig, bevor Sascha darauf drängte langsam, aber sicher weiter zu fahren. Erneut fanden wir über den noch immer geschotterten Umbrail Pass zurück ins Tal, bevor wir mit einem kleinen Abstecher über die Schweiz bei Campocologno wieder in Italien ankamen. Vorbei am Monte Padrino ging es bei schönstem Herbstwetter in östlicher Richtung weiter über den Tonale, den traumhaften Mendelpass hinunter bis nach Kaltern und von da aus zurück ins Hotel. Knappe 540km hatten wir an diesem Tourentag zurückgelegt und wir fühlten uns ungelogen wie echte Helden, denen hier und heute in Sachen Motorrad fahren nichts mehr etwas anhaben konnte. Abgerundet wurde das Ganze an diesem Abend nur noch durch den Duft des Grills, der auf der Hotelterrasse schon am Vorglühen war und ein ausgedehntes Abendessen versprach.

Gib mir noch ein Wenig mehr…

Eh wir uns versahen war die Nacht erneut vorbei und wir hatten schon wieder einige Tornaten hinter uns. Erneut zeigte meine Yamaha ihr Stärke als Bergziege und gemeinsam im Team waren wir gefühlt unschlagbar. Ok mit Ausnahme von KTM Testfahrern und Entenschnabelähnlichen 690ern. Über Bozen ging es durch die Kurven an Kolbenstein vorbei und hoch zum Penserjoch, das uns an diesem Mittag als Pausenplatz diente. Der Ausblick von dort oben war einfach phänomenal, fantastisch wunderschön. Bergspitze an Bergspitze war zu sehen, die eine weiß die nächste grau, je nachdem wie hoch der Gipfel in den Himmel ragte. Momente genießen das hatte ich mittleiweile gelernt und das hier war gerade so einer, bevor wir den nächsten Pass, und zwar den Jaufen unter unsere Räder nahmen. Sensationell dachte ich einfach immer wieder aufs Neue, während wir den Kurven folgten. An diesem Nachmittag folgte nach dem Jaufen, Meran mit seinen Gärten und dann der Weg südlich nach Laurein und zum Lago di Santa Giustina, den wir kurzerhand in den Garten vom lieben Gott umbenannten, weil es einfach so wunderschön war. Zurück nahmen wir noch einmal den Mendelpass ins Tal, kamen an Auer vorbei, bevor wir mit der einkehrenden Dunkelheit wieder im Hotel zurück waren. Glücklich mit der Tour, genehmigte Sascha und ich mir das erste Hefeweizen im Blubberbad und genossen danach noch eins bis zwei Gänge in der hauseignen Sauna, bevor das Abendessen und danach recht bald das Bett kam. 

Zeit für neue Taten…

Die Sonne stieg gerade hinter den Bergspitzen hoch, als wir den ersten Kaffeeduft in die Nase bekamen. Frühstück ja eine der wichtigsten Mahlzeiten, nach Mittag, Abendessen und dem Nachmittagseis stand an. Diese Tour ging Richtung Süden und über den Monte Bondone an den Gardasee. Ja die erste Herrntour 2003 hatte noch immer ihre Spuren in uns hinterlassen und so landeten wir erneut nach Spaghetti Aglio e Olio e Peperoncini in der besten Eisdiele am Gardasee, bei Flora in Riva del Garda. Schnell merkten wir, dass hier das Wetter noch einmal ganz anders war als in den Bergen davor, denn hätte der Kalender nicht Ende September gesagt, wären wir von Mitte Juli oder maximal Anfang August ausgegangen. Ein kurzer Hüpfer in den See musste schon sein, bevor wir die Panoramastraße hoch nach Nago und über Ronzo Chiens wieder den Weg zurück antraten. Dieser Tag machte uns schmerzlich bewusst, dass der Urlaub nun leider bald vorbei sein würde. Ein wenig Wehmut und ein letzter Blick hin zum See war was an diesem Tag blieb. Doch einen Tourtag hatten wir noch im Köcher und der hatte es noch einmal in sich.

Auf den Spuren der Kaiserjäger 

Erneut hielten wir uns noch einmal südlich bis kurz vor den Lago di Caldonazzo, denn hier fing das große Spektakel an. Schon die Anfahrt war genau das was man sich als Motorradfahrer mit dem Ziel Kurven zu fahren wünscht und glaubt mir die Glücksgefühle stiegen mit jeder der aufeinander folgenden und immer enger werdenden Kurven. Ja das war er der Kaiserjägersteig, eine der ganz besonderen Straßen, die sich sofort in mein Herz fuhr. Mehr noch es eine Straße, die meiner Meinung nach jeder Motorradfahrer einmal gefahren haben sollte und die mich für die Zukunft prägte. Die Natur nimmt dich auf solchen 3D-Straßen gnadenlos mit und zieht dich in ihren Bann. Kehre um Kehre stieg sie an wobei die Ausblicke immer weiter wurden je höher du kamst. Faszinierend! Am Passo Sommo machten wir nach dem Spektakel Mittag, die Stimmung war bestens und ging den Tag über auch so weiter. Mehr Pässe folgten wie der Xomo, dann vorbei auf der SP12 am Monte Agaro und über die SP50 den Passo Rolle hinauf weiter gen Norden. Über den Passo San Pellegrino kamen wir an diesem Abend bei der untergehenden Sonne noch am Karersee vorbei, der zu dieser Zeit noch dicht umwaldet in seiner Senke blaugrün schimmerte. Am Hotel wussten wir, dass wir dieses Mal, all das erlebt hatten was man, wenn man die Berge liebt einfach erlebt haben musste. Daher sanken wir, nachdem die Mopeds auf den Hängern verstaut waren in unsere Betten, bevor wir am nächsten Morgen in Richtung Heimat aufbrachen, die Gewissheit im Kopf hier nicht das letzte Mal gewesen zu sein.

Zurück in den Dolomiten der dritte Streich

Ja bis zum nächsten Besuch dauerte es etwas, um genau zu sein bis 2012. Während ich mit meinen Herren in den Jahren dazwischen die Pyrenäen, den Apennin und Slowenien bereist hatte, war 2012 eine Tour mit den Keglern meines Schwiegervaters geplant. Eine erweiterte Familientour also. Hielt ich mich bis dato doch immer ein wenig im Hintergrund, was das Guiden anging, war nun ich es der vorneweg fuhr. Der erste Tourtag begann am Marbach Stausee im Odenwald und führte uns über den südlichen Ausleger an Oberrot, Lorch, Ulm und Wangen im Allgäu vorbei, bevor er in Balderschwang endete. Im Gästehaus Hiemer waren wir für die Nacht sehr gut untergebracht und nach einem feudalen Frühstück, ging es von dort aus weiter nach Sand in Taufers. Mit dem Hahntennjoch und dem Jaufenpass hatten wir zudem gleich zwei echte Kurvenhighlights mit dabei, denn natürlich sollten die nicht zu kurz kommen. Runde 400 Kilometer später kamen an der Franzens Feste vorbei und einen weiteren Moment später im Hotel an. Ein erlebnisreicher Fahrtag ging damit zu Ende und wir hatten noch so viel vor uns.

Schmale Weg und altbekannte Straßen

Über Nacht hatte es geregnet, der Nebel hing noch tief in den Bergen rund um den Brugghof und die Straßen waren nass. Wir liesen uns also Zeit mit dem Frühstück, besprachen die Route gemeinsam und starteten etwas später in unseren Fahrtag. Bruneck und das Würzjoch waren die ersten Punkte der Strecke. Hier oben war ich längere Zeit, um genau zu sein seit 2004 nicht gewesen und freute mich sehr darauf die Truppe anzuführen. Ein guter Einstieg für den Tag und für das was wir noch vorhatten. Über sehr kleine Wege ging es nämlich an Lajen vorbei und auch an Kastelruth, sodass wir oberhalb des Karer Sees dem Nigerpass folgend herauskamen. Eine traumhafte Strecke die mir und meiner R12R bei mittlerweile trockenen Straßen die reinste Freude bereitete. Ja 2007 trennte ich mich von der geliebten TDM und landete nach einer MZ1000 SF und dem katastrophalen Fehlkauf Triumph Tiger 1050 beim besten Tauschgeschäft meines Lebens, der BMW R1200R. 2012 hatten wir schon ein paar gemeinsame Touren hinter uns und der Boxer hatte sich in mein Herz gefahren was man deutlich am Fahrstil merkte. Nach dem Karrerpass folgten wir der SS48 kamen durch die Galerien hoch zum Fedaia Stausee, wo wir erst einmal Pause machten und erneut die grandiose Aussicht auf die umliegende Bergwelt bei einem Cappuccino genossen. Über den Passo di Giau folgte der Rückweg über Cortina und Toblach was uns am Ende der Tour zufriedene 330 Kilometer mehr auf der Uhr bescherte. Die Sonne verschwand nach unserer Ankunft alsbald hinter den Bergwipfeln in Sand in Taufers und nach einer ruhigen Nacht folgte ein weiterer Fahrtag.

Der Klassiker ‚Sella Ronda‘

Am Abend hatten wir gemeinsam mit ein paar hopfenhaltigen Leichtgetränken noch die Tourenmöglichkeiten für den folgenden Tag herausgesucht. Doch wollte die Mehrheit tatsächlich den Klassiker fahren. Prima dachte ich, denn den kenne ich zusammenhängend noch nicht. Ich nahm also das Navi gab die Sella Ronda ein, die ich zu Hause schon einmal vorbereitet hatte und die Tour konnte starten. Über Corvara stiegen wir in die Ronda ein, nahmen das Grödner Joch mit und folgten der SS242 zum Sella mit seinem phänomenalen Ausblick auf die umliegende Bergwelt. Es folgte der Pordoi und mit ihm mein ganz persönliches Treffe mit Kehre 10 die mich vor Arabba 2004 alle Außenbänder des linken Fußes kostete. Die Gedanken daran verflogen aber wie die Kehre recht schnell wieder denn es war Mittag und wir wollten Arabba ein wenig genießen und etwas essen. Eine Portion Spagetti und einen Espresso später ging es allerdings weiter, denn ich hatte die klassische Ronda noch etwas erweitert und die Überraschung für die anderen kam erst noch. Nach dem Mittag in Arabba kamen wir zum Falzarego Pass. Dort schauten wir erst noch der Gondel nach, die gerade auf dem Weg nach oben auf den Berg war. Danach fuhren ein paar von uns ein Stück weiter zur alten Bunkeranlage, einige tranken noch einen Cappuccino und der Rest genoss einfach ein bisschen die Natur. Als wir genug gesehen hatten fuhren wir weiter. Bis Toblach lief alles seinen gewohnten Gang, nur das ich dort rechts anstatt links abbog und den Weg zum Staller Sattel einschlug. Überraschung und ja der neue Streckenverlauf ließ einige Gesichter unter den Helmen freudig grinsen.

Am Staller hatten wir erneut Glück, denn es war so gut wie nichts los in den Bergen und die Ampel zum Weg nach oben schaltete unverhofft schnell auf grün. Kurve um Kurve nahmen wir die schmale Straße nach oben, hielten noch einmal am See und fuhren dann zurück zum Hotel. Ein Tag der es in sich hatte und der am Ende sehr viele schöne Eindrücke hinterließ. Warum ich vorher diese Runde noch nie gefahren war, wusste ich ehrlich gesagt auch nicht, aber es hatte sehr viel Spaß gemacht.

Und erneut geht es nach Hause

Erneut endete mit den fantastischen Erlebnissen ein Urlaub in den Bergen. Da wir mit den Maschinen unterwegs waren, hatte ich den ersten Abschnitt der Heimreise erneut bis Balderschwang geplant. Über Bruneck, an Brixen vorbei und hoch nach Sterzing kamen wir zur Anfahrt des Timmelsjoch, kauften unterwegs Verpflegung ein und genossen die Kurven bis zur Mautstation. Nach einem ausgefallenen Picknick dort oben ging es weiter ins Tal und über das Hahntennjoch bis nach Balderschwang.

Zum wiederholten Mal waren die Dolomiten ein lohnendes Ziel, wieder einmal gab es eine Menge Essenzen an Ausblicken, Kurven, Spitzkehren und mehr. Und wieder einmal fuhr ich zurück mit dem festen Wissen wieder zu kommen.

Fazit

Wer es kurvenreich mag wird in den Dolomiten immer etwas erleben können. Neben den vielen bekannten Pässen und Strecken gibt’s es auch jede Menge kleiner 3D-Straßen, die unter Umständen noch mehr Spaß bereiten als die Hauptstrecken, da dort weniger los ist. Außerdem werden sie natürlich weniger oft polizeilich überwacht, denn auch in den Dolomiten ändert sich derzeit sehr viel. Nach 2014 war ich 2016 zur nächsten Runde dort unten hatte ebenfalls schönes Wetter gebucht und mit Carmen, Klaus, Corinna, Shania und der TRX meine Freude, bevor ich dann noch einmal 2018 mit Thorsten und der Kawasaki W650 auf den Pässen unterwegs war. Würde ich es bewerten wollen, war die letzte Tour die für mich intensivste und emotionalste ähnlich wie beim ersten Mal 2004. Denn wie ich breits weiter oben schon schrieb habe ich über die Jahre gelernt zu genießen und mit der W und ihren 50 PS wird jeder Pass, ja jede Kurve zum Genuss und zu einer Herausforderung, denn man fährt und ER-fährt alles PUR. Hinzu kam das sich die Natur 2018 nach den großen sturm dort komplett verändert hatte und fast überall eine andere Landschaft geschaffen hatte.

In diesem Sinne #ridepure #ridegenussvoll und seit glücklich

Euer Torsten Thimm

The allure of the mountains……

The Dolomites over the years

You just have to love the mountains! Why? Well, they offer you peace, relaxation, energy and, what’s more, the most beautiful curves you can imagine in an all-round grandiose natural setting. Of course, you shouldn’t arrive here as an absolutely inexperienced newcomer before you set off into the midst of the turmoil of curves on the Sella, Pordio, Manghen and the other wonderful routes. But with the basics of our low mountain ranges and the will to experience something, it basically works out quite well. So now follow me on my little journey back in time to 2004, the year I started to Ride the Dolos. 

Kings of the Alps

Our Mansride has been around for a year now, and after the start at Lake Garda, we guys have tasted blood. Since then, mountains are our challenge and curves, especially hairpin bends, are the kings of it and exactly what we want to experience. It is the beginning of June and most of the passes in the Alps have just finished their winter closure. In a few places, however, these closures are still in place, because the winter has had a lot of staying power this year. Nevertheless, we take what we can and take the first curves on our way to Lajen. Yes, at that time we were still wild guys and we had not yet thought about the advantages of travelling by car and trailer. So, this arrival day passed in the first rush of the mountains and after Albrecht had also arrived at the hotel with car and trailer, we were complete for the start the next morning.

Arabba ’sometimes it’s not enough‘

It was 02.06.2004 a sunny morning and at the same time a day I will never forget! Albrecht took the lead and we started from the hotel, over the Würzjoch eastwards to Olang, Tobblach and Cortina di Ampezzo. The impressions were overwhelming, because never before had I taken such an amount of bends and especially hairpin bends under my tyres, never before had I experienced so many combinations. The TDM under me purred along, following my commands as if we had done nothing else for years. A few passes and bends, and a lunch break later, we arrived at the Pordoi in a relaxed flow, looked around a bit up there, and then continued leisurely down into Arabba.

All I remember moments later was that my foot was hurting badly and the next moment I saw my TDM lying on the road in the bend. Shocking distress, I thought, my friends rushed to help, but at that second, I first needed rest, air to breathe and the thought of what had just happened. In one of the hairpin bends before Arabba, I had my first accident and at first, I thought, „Thank God nothing happened to you. I only found out months later, after X-rays and further examinations, that it had cost me all the outer ligaments in my left ankle, because the foot just wouldn’t heal. Anyway, on that June day and after a short recovery, I didn’t let it happen and rode, still in pain, all the way to Arabba. There, at the request of my friends, I parked the bike and waited together with Marc for Albrecht, who came to pick me up with car and trailer. Yes, I had imagined the first day in the mountains differently back then.

An Indian knows no pain

I had the TDM fixed in the hotel workshop the same evening. Handlebars and exhaust straightened, everything necessary checked. So, the next morning I was ready for the tour with my boot half open. Yes, the foot hurt, but tiger balm and a firm bandage supported it to be able to continue riding, because that’s what we were here for after all. This wonderful day of riding took us first south over the narrow curves of the Manghen Pass to Carzano. The view down from the summit cross spurred us on as the road descended into the valley like a lindworm gone wild. The feelings of happiness were jumping in a triangle at that moment, I tell you, and the foot was forgotten. After Manghen, we kept east, following the Passo Bronco to Mezzano before turning north. The next destination on the Navi was the dam wall of the Fedaia reservoir below the Marmolada. Mighty at this time was still the glacier tongue of the mountain, which at that time jutted far down to the lake. The remaining ice floes crashed underneath us at the foot of the dam wall and we wild guys were richer by a tremendous experience. Klaus, Marc, and I thought we couldn’t be beaten that evening, but Albrecht only grinned because it was not to be.

Rock faces, curves, and snowfields

In the morning we had had breakfast and then had a good 450km on the sat nav, which was a challenge even for us heroes of the mountains. The TDMs had all been checked for oil, air, and chain by me the night before, only Wolfgang’s 1150 boxer I didn’t really dare to touch at first, after the rear brake on the Bronco had left him with pressure loss the day before. However, he managed to convince me with good coaxing and after a clean bleeding job, we finally got it permanently back under control. The first section took us first to the southwest and up the Mendel Pass. Still wide at the bottom, it became narrower in the upper section and with curves that developed a flow along the steep rock face that we had never experienced before, we arrived at the top of the pass. Wow, that was an awesome experience, and I could have gone down and up again right away. But we still had a long way to go that day and so far, I only knew roughly what was in store for us.

We then followed the SS42 and again we went up, this time over the Tonale and the incredibly tight curves of the Gavia Pass. The snowfields next to the narrow road were still enormous and like little children we jumped around on them and threw snowballs at each other. After the descent past the war memorial and down to Bormio, we continued to the king of this mountain range the Stelvio. For us at the time, a mystical name and at the same time the absolute hammer for the coming regulars‘ table discussions. We were already looking forward to the bundled number of hairpins bends down into the valley to Prad, without knowing exactly what to expect on the way up. But things turned out differently than planned.

Stelvio – the beauty of the mountains

The way from Bormio made me gasp for breath and the emotions inside me did somersaults similar to the ones on the Gavia. The Yamaha purred like a cat along the mountain road, through the tunnels to the top of the mountain. And then they were in front of us the 48 hairpin bends down into the valley plus a snow field about 600 metres long that blocked our way. That day, we couldn’t get back to the valley from there, because all ideas for crossing or bypassing this obstacle failed and the guy with the right digger to make a furrow wasn’t there at the moment. The view into the valley, however, awakened the desire for more and so this part of the route was put on the To Do list for next time. The way back we took that noon, over the not much less spectacular Umbrail Pass and its gravel passages. Back through the Vinschgau and Meran we came above Lana and Bozen back to Lajen and I tell you, we were all through after about 480 kilometres, but at the same time happy to have experienced it.  

The way back ‚but we’ll be back

The departure one day later was originally planned the same way as the arrival, namely on our own axle, with a part motorway and otherwise via the country roads back home. However, the previous day’s tour meant that my aching foot caught up with me again and so I decided to take advantage of the comfort of Albrecht’s car and trailer to get back home while the three other guys rode back on the bikes. Despite my little slip, these fantastic curves and passes remained ever present in all of our minds and there was still so much to discover, so that just two years later we were again at the gateway to the Brenner. 

The second prank ‚we have matured‘.

On this September day 2006 we have already left the Brenner behind us. We want to enjoy it once more, ride the Tornati and high mountains before winter sets in and the motorbike year draws to a close. This year we are not quite as wild as we were two years ago, which is shown by the fact that this time we are all travelling by caravan. A comfortable way of travelling, which we discovered for ourselves in the years before and which will accompany us more often in the future. Arriving in Eggen at the Hotel Latemar is therefore a mere formality, although those who knew the old road know what that meant.

Septemberland

Early the next morning, the motorbikes are ready for departure in front of the hotel’s underground car park and we can hardly wait to get started. The first part of the tour took us over the Passo Lavaze towards the Manghen Pass, which we all remembered very well from the last trip. Its route was simply too tempting to leave it on the left. What we didn’t know at the time, however, was that it would cost us some time on this sunny autumn day. Up to the summit cross, everything was as smooth and exciting as before. After that, however, the road was „Chiuso“ for the time being, because further up the mountain, slope stabilisation was being carried out. Since there was nothing left for us to do, we took our time, did nonsense and at some point, we went on. However, our tour plan for this day was gone, so Sascha decided to drive over the Bronco to the Marmolada. On the old tank road, we narrowly escaped the interested Carabinieri and led the tour via Canzei and Wolkenstein, past the Karrer Lake back to Eggen. For the first day, we all agreed, that wasn’t bad at all. We also clearly noticed that we had all changed in terms of our riding skills. The coffee-table touring had now become the group of fast gliders.

Curve gliding….

As is often the case at these times, the evening passed meaningfully with conversation, a beer or two and planning for the next day. Once again, we were on our mopeds early, heading north and into the Vinschgau valley. Passing Schlanders, we came to Prad and with that, the restlessness in me slowly rose again. There he was again, the little boy with the TDM, and today he had 48 hairpin bends all to himself. Well, almost, because we were lucky with the late season and thus little traffic. Apart from a few snotty test riders from KTM, who drove around our heads with the then new 690 duckbills, it was us, our bikes, and the hairpin bends to the top. For me personally, however, it was the sensational experience and when we reached the top, the emotions were palpably boiling up in each of us as high as the mountain top of the pass. A little later, after a little picture marathon, we of course had the famous mountain bratwurst this time, which we were denied on our last visit. We enjoyed our time up there for a while before Sascha urged us to continue slowly but surely. Once again, we found our way back into the valley over the still gravelled Umbrail Pass, before arriving back in Italy with a small detour over Switzerland at Campocologno. Passing Monte Padrino, we continued eastwards in the most beautiful autumn weather over the Tonale, down the fantastic Mendel Pass to Kaltern and from there back to the hotel. We had covered just under 540km on this day of touring and we felt like real heroes, for whom nothing could harm us here and now in terms of motorcycling. The whole thing was rounded off that evening only by the smell of the barbecue, which was already glowing on the hotel terrace and promised an extended dinner.

Give me a little more…

Before we knew it, the night was over again, and we had already had a few tornadoes behind us. Once again, my Yamaha showed its strength as a mountain goat and together as a team, we felt unbeatable. Ok, with the exception of KTM test riders and duckbill-like 690s. Via Bolzano we went through the curves past Kolbenstein and up to the Penserjoch, which served us as a break point at noon. The view from up there was simply phenomenal, fantastically beautiful. Peak after peak could be seen, one white, the next grey, depending on how high the peak rose into the sky. I had learned by now to enjoy moments, and this was just one of them, before we took the next pass, the Jaufen, under our wheels. Sensational, I thought again and again as we followed the curves. That afternoon, after the Jaufen, we went to Meran with its gardens and then south to Laurein and Lago di Santa Giustina, which we renamed the Garden of God because it was so beautiful. Back we took the Mendel Pass into the valley once more, passing Auer before we were back at the hotel as darkness fell. Happy with the tour, Sascha and I treated ourselves to the first Hefeweizen in the bubble bath and then enjoyed one or two more courses in the hotel’s sauna before dinner and then bed came quite soon. 

The penultimate day, time for new deeds…

The sun was just rising behind the mountain peaks when we got the first smell of coffee in our nostrils. Breakfast was one of the most important meals, after lunch, dinner, and afternoon ice cream. This tour went south and over Monte Bondone to Lake Garda. Yes, the first Mansride in 2003 had still left its mark on us and so we ended up again after spaghetti aglio e olio e peperoncini in the best ice cream parlour on Lake Garda, at Flora in Riva del Garda. We quickly realised that the weather here was quite different from that in the mountains before, because if the calendar hadn’t said late September, we would have assumed mid-July or early August at the most. We had to take a short dip in the lake before we started the panoramic road up to Nago and back via Ronzo Chiens. This day made us painfully aware that our holiday would soon be over. A little melancholy and a last look at the lake was what remained on this day. But we still had one more day of touring in our quiver, and it was a real challenge.

On the trail of the Kaiserjäger 

Once again, we headed south until just before Lago di Caldonazzo, because this is where the big spectacle began. Already the approach was exactly what a motorcyclist with the aim of riding curves wishes for and believe me the feelings of happiness increased with each of the successive and ever tighter curves. Yes, it was the Kaiserjägersteig, one of the incredibly special roads that immediately drove its way into my heart. More than that, it was a road that, in my opinion, every motorcyclist should have ridden once and that left its mark on me for the future. Nature mercilessly takes you along on such 3D roads and pulls you under its spell. Turn after turn, it climbed, and the views got wider and wider the higher you got. Fascinating! At Passo Sommo, we had lunch after the spectacle, the mood was excellent and continued like this throughout the day. More passes followed, such as the Xomo, then past Monte Agaro on the SP12 and further north via the SP50 up the Passo Rolle. Over the Passo San Pellegrino, we passed Lake Carezza in the setting sun, which at this time still shimmered blue green in its hollow, surrounded by a dense forest. At the hotel we knew that this time we had experienced everything that one simply has to experience if one loves the mountains. Therefore, after the mopeds were stowed on the trailers, we sank into our beds before we left for home the next morning, certain that we had not been here for the last time.

Back in the Dolomites the third strike

Yes, it took a while until the next visit, until 2012 to be exact. While I had travelled the Pyrenees, the Apennines and Slovenia with my men in the intervening years, a tour with my father-in-law’s bowlers was planned for 2012. An extended family tour. Until then, I had always been a bit in the background when it came to guiding, but now it was me who was leading the way. The first day of the tour started at the Marbach reservoir in the Odenwald and took us along the southern extension past Oberrot, Lorch, Ulm and Wangen in the Allgäu before ending in Balderschwang. We were very well accommodated for the night in the Gatehouse Hiemer and after a feudal breakfast, we continued from there to Sand in Taufers. With the Hahntennjoch and the Jaufenpass we also had two real curve highlights with us, because of course they were not to be missed. Around 400 kilometres later, we passed Franzens Feste and arrived at the hotel another moment later. An eventful day of driving came to an end and we still had so much ahead of us.

Narrow roads and old familiar streets

It had rained overnight, the fog still hung low in the mountains around Brugghof and the roads were wet. So, we took our time with breakfast, discussed the route together and started our day of driving a little later. Bruneck and the Würzjoch were the first points on the route. I hadn’t been up here for a long time, since 2004 to be exact, and was really looking forward to leading the group. It was a good start for the day and for what we still had to do. We took ridiculously small paths past Lajen and Kastelruth, so that we came out above Lake Karer following the Niger Pass. A dreamlike route that gave me and my R12R pure pleasure on roads that were dry by now. Yes, in 2007 I parted with the beloved TDM and, after an MZ1000 SF and the disastrous bad purchase Triumph Tiger 1050, ended up with the best trade-in of my life, the BMW R1200R. In 2012, we had already done a few tours together and the Boxer had ridden its way into my heart, which was clearly noticeable in the riding style. After the Karrer Pass, we followed the SS48 through the galleries up to the Fedaia reservoir, where we took a break and enjoyed the magnificent view of the surrounding mountains with a cappuccino. The way back via Cortina and Dobbiaco followed over the Passo di Giau, which gave us 330 kilometres more on the clock at the end of the tour. After our arrival, the sun soon disappeared behind the mountain tops in Sand in Taufers and after a quiet night, another day of riding followed.

The classic ‚Sella Ronda

In the evening, together with a few hoppy light drinks, we had picked out the tour options for the following day. But the majority really wanted to do the classic. Great, I thought, because I didn’t know this one yet. Next, I took the sat nav and entered the Sella Ronda, which I had already prepared at home, and the tour could start. We entered the Ronda via Corvara, took the Grödner Joch and followed the SS242 to the Sella with its phenomenal view of the surrounding mountains. The Pordoi followed and with it my very personal hit with hairpin bend 10 that cost me all the outer ligaments of my left foot before Arabba 2004. The thoughts of that, like the hairpin bend, faded away quite quickly because it was lunchtime and we wanted to enjoy Arabba a little and have something to eat. A portion of spaghetti and an espresso later, however, we continued, because I had extended the classic Ronda a little and the surprise for the others was yet to come. After lunch in Arabba, we arrived at the Falzarego Pass. There we first checked out the gondola that was on its way up the mountain. Afterwards, a few of us drove a bit further to the old bunker, some had a cappuccino and the rest just enjoyed nature a bit. When we had seen enough, we drove on. Up to Dobbiaco everything went as usual, except that there I turned right instead of left and took the road to the Staller Sattel. Surprise and yes, the new route made some faces under the helmets grin with joy.

At the Staller we were lucky again, because there was practically nothing going on in the mountains and the traffic lights for the way up unexpectedly quickly turned green. Bend by bend we took the narrow road to the top, stopped once more at the lake, and then drove back to the hotel. A day that had it all and left us with a lot of beautiful impressions at the end. To be honest, I didn’t know why I had never done this loop before, but it was a lot of fun.

And home again

Once again, a holiday in the mountains ended with the fantastic experiences. As we were travelling with the machines, I had planned the first section of the journey home to Balderschwang again. Via Bruneck, past Brixen and up to Sterzing, we arrived at the approach to the Timmelsjoch, bought food on the way and enjoyed the bends up to the toll station. After a fancy picnic up there, we continued down into the valley and over the Hahntennjoch to Balderschwang.

Once again, the Dolomites were a rewarding destination, once again there were plenty of essences of views, bends, hairpin bends and more. And once again I rode back home with the firm knowledge that I would be back.

Conclusion

If you like curves, there is always something to experience in the Dolomites. In addition to the many well-known passes and routes, there are also plenty of smaller 3D roads that may be even more fun than the main routes, as there is less going on there. In addition, they are of course less often policed, because a lot is changing in the Dolomites at the moment. After 2014, I was down there in 2016 for the next round had also booked nice weather and with Carmen, Klaus, Corinna, Shania and the TRX my joy, before I was then once again in 2018 with Thorsten and the Kawasaki W650 on the passes. If I were to rate it, the last tour was the most intense and emotional for me, similar to the first time in 2004. As I wrote above, I have learned to enjoy over the years and with the W and its 50 hp, every pass and every bend becomes a pleasure and a challenge, because you drive and ride everything PUR. In addition, nature had completely changed in 2018 after the big storm there and had created a different landscape almost everywhere.

In this sense #ridepure #ridegenussvoll and be happy

Your Torsten Thimm

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