Suzuki GSX-S 1000 GT Grand Tourismo Tourer (English Version Below)

Ein uralter Werbespruch sagte einmal Blau macht glücklich! Nun warum das so ist, wird jedem klar der die brandneue Suzuki GSX-S 1000 GT in Triton Blue vor sich stehen sieht. Daneben gibt es noch eine schwarze und eine mehr ins dunkelblau gehende Variante. In Triton Blue kommt allerdings die Linienführung des Grand Tourismo Tourers so richtig zur Geltung und bestärkt damit gleichzeitig den sportlichen Anspruch. Doch damit nicht genug denn hat man erst einmal auf dem zwar straffen aber zugleich bequemen Sitzpolster Platz genommen wird klar das Suzuki es mit Thema Grand und Tourismo sehr ernst meint. Es stellt sich wie vom Hersteller versprochen sehr schnell Bequemlichkeit ein, die durch einen entspannten Kniewinkel sauberen Knieabschluss am Tank und sehr gut zu erreichende Bedieninstrumente unterstützt wird. Alles ist übersichtlich gestaltet, die Armaturen im 6,5 Zoll Farb-TFT und an den Lenkerenden wirken nicht überfrachtet und lassen sich sofort logisch bedienen.

Connection

Dazu kommt die Verknüpfung mit der Suzuki My Spin APP, die das TFT-Display vor dem Fahrer praktisch zur Homebase im System GSX-S1000 GT macht. Zugriffe auf das Telefon, die Kontakte, die Musik (Playlist) und sogar die Navigation sind so möglich. Wobei die Navigation auf Basis von Suzuki rein statisch ist. Wer aktives Routing möchte benötigt eine zusätzlich APP wie z.B. Sygic. An weiteren Möglichkeiten wird derzeit bei Suzuki noch gearbeitet, denn längst sind nicht alle angebotenen Navigations-App’s verknüpfbar. So bleibt unter anderem der Calimoto Nutzer bisher leider noch unberücksichtigt von dem vollen Vergnügen (Stand Juli 2022). Sieht man aber einmal davon ab, so ist das TFT erfreulich überschaubar konstruiert und bietet alles was man auf der kleinen und großen Tour an Infos benötigt. Die Aufteilung ist stimmig und klar strukturiert. Neben dem gewählten Fahrmodi gibt es rechts auch die Anzeige der Traktionskontrolle, des gewählten Ganges, Reichweite, Temperatur und des Quickshifters zu sehen. Links dominiert der Drehzahlmesser, gefolgt von der Geschwindigkeits- und der Tankanzeige. Wie schon gesagt gut strukturiert und übersichtlich.   

Und ab geht’s

Hat man sich und sein Handy auf und mit der Suzuki eingerichtet kann es auch schon losgehen. Der altbekannte aber rundum erneuerte Vierzylinder springt seidenweich an und treibt die GSX-S mit 152PS und 106Nm bei 9250 Umdrehungen ebenso seidenweich wie vehement voran. Auf unseren Testfahrten wieselte die GT im wahrsten Sinne des Wortes souverän ums Eck. Schwächen zeigte sie dabei keine, ganz im Gegenteil der Motor in Verbindung mit dem sauber zu schaltenden Getriebe machte stets Laune, zumal man, um flott voranzukommen einfach durch den Quickshifter steppen kann. Das tolle dabei ist das man als Fahrer vom Suzuki-Intelligent-Ride-System (S.I.R.S.) einem umfassenden Paket modernster elektronischer Assistenzsysteme unterstützt wird.

Zu den Systemen gehört unter anderem:

Suzuki Drive-Mode-Selector (SDMS)

Der für jeden Einsatzzweck die perfekte Leistungscharakteristik bietet. Die drei verfügbaren Modi (A = Active, B = Basic, C = Comfort) regulieren spürbar das Ansprechverhalten und die Drehmomentcharakteristik beim Beschleunigen je nach Fahrweise.

Cruise-Control-System

Die Geschwindigkeitsregelanlage erlaubt eine konstante Geschwindigkeit zu halten, ohne den Gasgriff zu betätigen. Das System arbeitet im Bereich zwischen 30 und 180 km/h. Eine praktische Erinnerungsfunktion reaktiviert selbständig die letzte Einstellung.

Suzuki Traction-Control-System (STCS)

In fünf wählbaren Stufen regelt das Suzuki Traction-Control-System (STCS) den Schlupf und erlaubt damit eine perfekte Anpassung des Vortriebs an die herrschenden Bedingungen. Auf Wunsch lässt sich das System allerdings auch deaktivieren.

Ride-by-Wire

Die neuen verbauten Drosselklappenkörper verfügen über einen an das Motorrad angepassten Durchmesser und sind mit einer 32-Bit-ECM ausgestattet. Diese erlaubt eine extra präzise Steuerung der Drosselklappen, die feinfühlig auf jeden Befehl des Ride-by-Wire-Systems (E-Gas) reagieren. Das Ansprechverhalten ist dabei linear und entspricht dem gewohnten Feeling einer konventionellen Betätigung.

Bidirektionales Quick-Shift-System

Das serienmäßige bidirektionale Quick-Shift-System ermöglicht das Hochschalten, ohne die Kupplung zu betätigen und ohne Zugkraftunterbrechung für eine geschmeidige Beschleunigung, während die Blipper-Funktion beim Herunterschalten ein angenehmes Schalterlebnis garantiert. Das bidirektionale Quick-Shift-System ist eins der besten die wir bisher gefahren sind und arbeitet nahtlos mit dem SDMS zusammen.

Suzuki Easy-Start-System

Mit dem Suzuki Easy-Start-System (kennt man auch schon aus anderen Modellen) wird der Motor mit einem einzigen kurzen Druck auf den Starterknopf gestartet, ohne dass der Kupplungshebel gezogen werden muss.

Low-RPM-Assist

Die integrierte Leerlaufanpassung erhöht die Drehzahl automatisch, sobald der Kupplungshebel losgelassen wird, so dass ein Abwürgen des Motors wirkungsvoll verhindert wird. Der Low-RPM-Assist arbeitet nahtlos mit dem Suzuki Clutch-Assist-System (SCAS) zusammen.

Unterwegs geben diese Systeme, wenn auch vielleicht unbewusst zusätzlich Sicherheit und helfen größtenteils unscheinbar im Hintergrund, sodass sich der Fahrer auf das Wesentliche, nämlich das Genießen und Fahren konzentrieren kann. Und das macht wie die blaue Farbe am Lackkleid der Maschine Spaß und zugleich glücklich.

Fahrwerk, Aerodynamik und Bremsen

Nicht elektronisch einstellbar werden manche nun schreien und damit haben sie recht. Allerdings und mal ehrlich wie oft nutzt man diese Funktion tatsächlich? Aus unserer Erfahrung heraus eher selten, denn wenn das Setup einmal stimmt, lässt man es. Und hier bieten die Bauteile von KYB (USD-Gabel mit 43mm Durchmesser) und das über Umlenkungen montierte Federbein alle Möglichkeiten der individuellen Anpassung. Sie Arbeiten ausgezeichnet, was wir jedoch am Federbein tatsächlich vermissen ist ein Handrad für die Einstellungsmöglichkeiten.

Und wo wir gerade dabei sind, wäre eine in der Höhe verstellbare Scheibe ein ebenfalls tolles Feature an einem Grand Tourismo Tourer gewesen. Suzuki gleicht dies mit einer höheren Tourenscheibe für größere Fahrer aus, die man im Zubehör ordern kann. Die restliche Aerodynamik der Maschine allerdings ist wirklich gelungen und es kommt zu wenig bis gar keinen Verwirbelungen.

Was die Bremsanlage angeht macht Suzuki bei der GT allerdings keine Kompromisse. Mit den 310ner Scheiben vorne und den wohlbekannten Monoblock Bremssätteln von Brembo ist das System standhaft und ausgezeichnet dosierbar. Bei den zum Teil flotten Landstraßenfahrten mit der Maschine stellte sich das immer wieder aufs Neue heraus und zeigte auch wie ausgewogen das Gesamtkonzept Suzuki GSX-S 1000 GT wirklich ist.

Licht ohne Schatten

In dieses Gesamtkonzept gehört auch die moderne LED-Technik! Die Scheinwerfer und Standlichter integrieren sich perfekt in den Verlauf der Verkleidungformen und sind zugleich ultrahell. Und auch am Heck haben die Designer das LED-Rücklicht auf diese Art in die Verkleidung eingepasst. Und selbstverständlich hat man bei den Blinkern damit nicht aufgehört. Moderne Technik, die zu begeistern weiß und zudem für erhöhte passive Sicherheit sorgt.

Fazit

Mit der GSX-S 1000 GT hat Suzuki der nackten GSX-S 1000 eine höchst tourentaugliche Schwester zur Seite gestellt, die viel Potential hat. Die Sitzposition für Fahrer und Beifahrer sind auch auf längeren Etappen ausgezeichnet, das suzukieigene Gepäcksystem bietet trotz fehlendem Topcase ordentlich Platz und integriert sich sehr gut ins Design. Ein kleiner Wehrmutstropfen ist für uns die nicht verstellbare Scheibe, das fehlende Handrad am Federbein und die noch fehlenden Verknüpfungen mit anderen APPs in Sachen Navigation. Zu guter Letzt bietet der eigene Zubehörmarkt eine Menge an hochwertigen Bauteilen an, mit der die Maschine noch zu individualisieren und optimieren ist wie z.B. einstellbare Handhebel von Gilles Tooling. Ansonsten macht Blau tatsächlich glücklich und wir sind uns sicher das das für rund 14.000 Euro auch in den anderen angebotenen Farben der Suzuki GSX-S 1000 GT sehr gut gelingen wird.

In diesem Sinne schöne Grüße

Torsten Thimm

Suzuki GSX-S1000 GT Grand Tourismo Touring

An old advertising slogan once said that blue makes you happy! Well, anyone who sees the brand new Suzuki GSX-S 1000 GT in Triton Blue will understand why. There is also a black and a more dark blue version. In Triton Blue, however, the lines of the Grand Tourismo Tourer really come into their own and at the same time reinforce the sporty claim. But that’s not all, because once you have taken a seat on the firm but comfortable seat cushion, it becomes clear that Suzuki is very serious about Grand and Tourismo. As promised by the manufacturer, comfort quickly sets in, which is supported by a relaxed knee angle, a neat knee joint on the tank and easy-to-reach controls. Everything is clearly laid out, the instruments in the 6.5-inch colour TFT and at the handlebar ends do not appear overloaded and can be operated logically straight away.

Connection

In addition, there is the connection with the Suzuki My Spin APP, which makes the TFT display in front of the rider practically the home base in the GSX-S1000 GT system. Access to the phone, contacts, music (playlist) and even navigation is possible. However, the Suzuki-based navigation is purely static. If you want active routing, you need an additional APP such as Sygic. Suzuki is currently working on further possibilities, because not all of the navigation apps offered can be linked. Among other things, Calimoto users have unfortunately not yet been able to enjoy the full pleasure (as of July 2022). Apart from this, however, the TFT has a pleasantly clear design and offers everything you need in terms of information for small and large tours. The layout is coherent and clearly structured. In addition to the selected driving mode, the right-hand side also displays the traction control, the selected gear, range, temperature and the quickshifter. On the left, the rev counter dominates, followed by the speed and fuel gauges. As already mentioned, well structured and clear.  

And off we go

Once you have set up yourself and your mobile phone with the Suzuki, you are ready to go. The familiar but completely renewed four-cylinder engine starts silky smooth and propels the GSX-S with 152 hp and 106 Nm at 9250 revs just as silky smooth as it does vehemently. During our test rides, the GT literally manoeuvred around corners with aplomb. On the contrary, the engine in combination with the clean-shifting gearbox was always a joy to drive, especially since you can simply tap the quickshifter to get ahead quickly. The great thing is that the driver is supported by the Suzuki Intelligent Ride System (S.I.R.S.), a comprehensive package of the most modern electronic assistance systems.

The systems include among others:

Suzuki Drive Mode Selector (SDMS).

Which offers the perfect performance characteristics for every application. The three available modes (A = Active, B = Basic, C = Comfort) noticeably regulate the response and torque characteristics when accelerating, depending on the driving style.

Cruise Control System

The cruise control system allows you to maintain a constant speed without using the throttle grip. The system operates in the range between 30 and 180 km/h. A practical reminder function automatically reactivates the last setting.

Suzuki Traction Control System (STCS)

The Suzuki Traction Control System (STCS) regulates the slip in five selectable stages and thus allows a perfect adjustment of the propulsion to the prevailing conditions. However, the system can also be deactivated if desired.

Ride-by-Wire

The new throttle bodies fitted have a diameter adapted to the motorbike and are equipped with a 32-bit ECM. This allows extra precise control of the throttle bodies, which react sensitively to every command of the ride-by-wire system (E-gas). The response is linear and corresponds to the familiar feeling of a conventional actuation.

Bidirectional quick-shift system

The standard bi-directional Quick-Shift system enables upshifting without using the clutch and without traction interruption for smooth acceleration, while the Blipper function guarantees a pleasant shifting experience when downshifting. The bi-directional Quick-Shift system is one of the best we have ridden and works seamlessly with the SDMS.

Suzuki Easy-Start-System

The Suzuki Easy-Start system (already known from other models) starts the engine with a single short push on the starter button, without the need to pull the clutch lever.

Low-RPM Assist

Integrated idle adjustment automatically increases engine speed when the clutch lever is released, effectively preventing engine stalling. Low-RPM Assist works seamlessly with the Suzuki Clutch Assist System (SCAS).

On the road, these systems provide additional safety, albeit perhaps unconsciously, and for the most part help inconspicuously in the background, allowing the rider to concentrate on what is important, which is enjoying and riding. And that, like the blue colour on the machine’s paintwork, is fun and happy at the same time.

Chassis, aerodynamics and brakes

Not electronically adjustable, some will now cry out, and they are right. However, and let’s be honest, how often do you actually use this function? From our experience, rather seldom, because once the setup is right, you don’t. And here the components from KYB (USD fork with 43mm diameter) and the shock absorber mounted via deflectors offer every possibility for individual adjustment. They work excellently, but what we really miss on the shock is a handwheel for the adjustment options.

And while we’re at it, a height-adjustable disc would have been another great feature on a Grand Tourismo Tourer. Suzuki makes up for this with a taller touring screen for taller riders, which can be ordered as an accessory. The rest of the machine’s aerodynamics, however, are really well done and there is little to no turbulence.

As far as the braking system is concerned, Suzuki makes no compromises with the GT. With 310 discs at the front and the well-known monobloc calipers from Brembo, the system is stable and excellently controllable. During the sometimes brisk country road rides with the machine, this proved itself time and again and also showed how well-balanced the overall concept of the Suzuki GSX-S 1000 GT really is.

Light without shadow

Modern LED technology is also part of this overall concept! The headlights and parking lights integrate perfectly into the course of the fairing shapes and are ultra-bright at the same time. And at the rear, too, the designers have fitted the LED tail light into the fairing in this way. And of course they didn’t stop there with the turn signals. Modern technology that inspires and also ensures increased passive safety.

Conclusion

With the GSX-S 1000 GT, Suzuki has given the naked GSX-S 1000 a sister that is highly suitable for touring and has a lot of potential. The seating position for rider and passenger is excellent even on longer stages, the Suzuki luggage system offers plenty of space despite the lack of a top case and integrates very well into the design. A small drawback for us is the non-adjustable windscreen, the lack of a handwheel on the shock absorber and the still missing links with other APPs in terms of navigation. Last but not least, the company’s own accessories market offers a lot of high-quality components with which the machine can still be individualised and optimised, such as adjustable hand levers from Gilles Tooling. Apart from that, blue really does make you happy and we are sure that, for around 14,000 euros, the Suzuki GSX-S 1000 GT will do just as well in the other colours on offer.

With this in mind, best regards

Torsten Thimm

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