Passepartour der Manghenpass (English Version Below) Koordinaten 46° 10′ 31″ N und 11° 26′ 21″ O

Manghen Pass Rundtour

Es ist der Morgen des 25. September 2006 als wir nach einer ruhigen Nacht im Hotel Latemar in Eggen am Frühstückstisch sitzen und den Tag beginnen. Wir das sind in diesem Fall insgesamt sechs Jungs, die sich aus dem TDM-Forum kennen und beschlossen haben gemeinsam die Dolomiten zu erkunden. Trotz der vorangeschrittenen Jahreszeit ein guter Plan wie sich zeigt denn das Wetter meint es sehr gut mit uns. Zudem ist auf den umliegenden Pässen so gut wie nichts los und wir haben die Dolomitenstraßen für uns. Daher fallen die Pässe während unseres Aufenthalts auch nach und nach wie Dominosteine und während wir bereits gestern weiter nördlich unterwegs waren, haben wir für heute den Süden ins Visier genommen.

Der Manghenpass

Über den Lavaze Pass die SS620 fahren wir uns langsam ein und genießen die ersten Kurven und Ausblicke des Tages. Die Sonne scheint, die Luft ist klar und so wird das Cruisen zum reinen Vergnügen bei entspannten 20-25 Grad. Kurve um Kurve führt uns Sascha mit seiner Varadero voran den Berg hinauf und wieder hinunter bis wir in Molina di Fiemme auf die SP31 wechseln. Eins unser Ziele für heute liegt damit nun direkt vor unserer Nase, der Manghenpass. Zu diesem Zeitpunkt ist er im unteren Bereich noch dicht bewaldet und seine Fahrbahn führt schmal, aber gut geteert auf den Gipfel hinauf. Auf insgesamt 40 Kilometern Länge hat er jede Menge Schönheit zu bieten und erreicht eine Passhöhe von 2047 Metern. Neben den tollen Ausblicken bietet er zudem rund 16% Steigung und insgesamt 23 Kehren. Davon sind 13 an der Nordrampe und 10 am südlichen Ausläufer des Passes angelegt. Die ersten 11 der Nordrampe nehmen wir gleich recht flott bevor wir am Lago di Cadinel einen kurzen Cappuccinostopp einlegen. Ein lohnenswerter Stopp, denn es ist ruhig und wunderschön hier oben und der Cappuccino schmeckt genauso italienisch, wie man ihn sich vorstellt. Hätten wir in diesem Moment schon gewusst was uns kurze Zeit später erwartet, oder hätte es uns der Wirt gesagt wären wir wohl länger geblieben. So aber nahmen wir bereits kurze Zeit später die Kehren 12 und 13, standen auf der Passhöhe und am Gipfelkreuz, bevor wir einen halben Kilometer weiter unten auf der gesperrten Straße anhalten mussten. Achtung Sprengungen hieß es auf dem Schild vor uns und so machten wir es uns erst einmal gemütlich und schauten dem Spektakel am Berg zu.

Zurück ins Tal

Natürlich wäre uns der Pass auch so im Gedächtnis geblieben, allerdings nicht in dem Maße wie er es durch die Sperrung tat. Die Bilder dazu sind zumindest für uns mittlerweile legendär, auch wenn keiner mehr eine TDM fährt und die Jahre ins Land gezogen sind. Wir hatten an diesem Morgen eine Menge Spaß, bevor wir weiter konnten. Zurück ins Tal ging es mit vielen weiteren schönen Blicken und dem Versprechen auf jeden Fall zurückzukommen. Das das fast eine Dekade dauerte war dann wohl leider ein unglücklicher Zufall, doch hatte der Manghen auch zu diesem Zeitpunkt nichts von seiner Faszination für uns verloren. Daher bleibt er auch was er ist einfach die schönste Verbindung zwischen dem Val di Fiemme und dem Valsugana.

Hinweise und Tipps zum Pass

Der Pass ist glücklicherweise für Busse und LKW gesperrt. Aufpassen muss man aber gerade im oberen Bereich des Passes trotzdem, denn der wachsende Fahrradtourismus führt hin und wieder zu teils skurrilen Situationen. Hier hilft nur Verständnis für die jeweils andere Seite und genug Abstand. Die Streckenführung ist auf der Nord wie auch der Südrampe streckentechnisch anspruchsvoll und landschaftlich erfreulich abwechslungsreich.

Diverse Schilder weisen es aus, hier wird offener Weidebetrieb praktiziert. Das heißt Kühe, Ziegen und Schafe laufen frei herum und können immer mal wieder auf der Fahrbahn auftauchen, ebenso wie ihre Exkremente.

Ansonsten heißt es aber die Pässe und die Gegend in vollen Zügen genießen und eine schöne Zeit und Erfahrung mitnehmen, wenn man dort unterwegs ist.

Unterkünfte gibt es natürlich in diesem Gebiet für jedes Gusto. Die Küche in den Restaurants ist bekanntermaßen ungemein lecker. Zudem sollte man darauf achten, wo mittags die meisten Straßenbauarbeiter essen denn dort kann es ebenfalls nicht schlecht sein.

Als beste Reisezeit haben wir für uns Ende Mai / Mitte Juni also vor den Sommerferien herausgefunden, bzw. dann wieder Mitte/Ende September, wenn die Ferienzeit vorbei ist. In diesem Zeitraum kann man zudem davon ausgehen das die meisten Pässe bereits bzw. noch geöffnet sind und man dadurch eine Menge erleben kann.

In diesem Sinne #lifeisaride eurer

Torsten Thimm

Passepartout the Manghenpass Coordinates 46° 10′ 31″ N and 11° 26′ 21″ E

Passo di Manghen Tour

It is the morning of 25 September 2006 when, after a quiet night at the Hotel Latemar in Eggen, we sit at the breakfast table to start the day. In this case, we are six guys who know each other from the TDM forum and have decided to explore the Dolomites together. Despite the advanced season, it turns out to be a good plan because the weather is very kind to us. In addition, there is hardly any traffic on the surrounding passes and we have the Dolomite roads to ourselves. Therefore, the passes fall like dominoes during our stay and while we were already travelling further north yesterday, we set our sights on the south today.

The Manghen Pass

Over the Lavaze Pass on the SS620 we slowly drive in and enjoy the first curves and views of the day. The sun is shining, the air is clear and so cruising becomes pure pleasure at a relaxed 20-25 degrees. Curve after curve, Sascha leads us with his Varadero up the mountain and down again until we change to the SP31 in Molina di Fiemme. One of our goals for today is now right in front of us, the Manghen Pass. At this point, the lower part of the pass is still densely wooded and the road is narrow, but well tarred, leading up to the summit. With a total length of 40 kilometres, it has a lot of beauty to offer and reaches a pass height of 2047 metres. In addition to the great views, it also offers a gradient of around 16% and a total of 23 hairpin bends. Of these, 13 are on the northern ramp and 10 on the southern spur of the pass. We take the first 11 of the north ramp quite quickly before stopping for a cappuccino at Lago di Cadinel. A worthwhile stop, because it is quiet and beautiful up here and the cappuccino tastes just as Italian as you would imagine. If we had known at that moment what to expect a short time later, or if the host had told us, we would probably have stayed longer. But we took hairpin bends 12 and 13 a short time later, stood on the top of the pass and at the summit cross, before we had to stop half a kilometre further down on the closed road. The sign in front of us said „Attention blasting“, so we made ourselves comfortable and watched the spectacle on the mountain.

Back to the valley

Of course, we would have remembered the pass as it was, but not to the extent it did because of the closure. The pictures of it have become legendary, at least for us, even though nobody rides a TDM any more and the years have gone by. We had a lot of fun that morning before moving on. Back into the valley we went with many more beautiful views and the promise to definitely come back. That this took almost a decade was probably an unfortunate coincidence, but Manghen had lost none of its fascination for us at this point. That’s why it remains what it is, simply the most beautiful connection between the Val di Fiemme and the Valsugana.

Hints and tips for the pass

Fortunately, the pass is closed to buses and trucks. But you still have to be careful, especially in the upper part of the pass, because the growing bicycle tourism leads to some bizarre situations from time to time. The only thing that helps here is understanding for the other side and keeping enough distance. The route is technically demanding on both the north and south ramps and the landscape is pleasantly varied.

Various signs indicate that open grazing is practised here. This means that cows, goats and sheep roam freely and can occasionally appear on the roadway, as can their excrement.

Other than that, though, it’s all about enjoying the passes and the area to the fullest and having a great time and experience when you’re out there.

Accommodation is of course available in the area to suit all tastes. The cuisine in the restaurants is known to be immensely delicious. You should also pay attention to where most road construction workers eat at lunchtime, because it can’t be bad there either.

For us, the best time to travel was the end of May / middle of June, before the summer holidays, and then again in the middle/end of September, when the holiday season is over. In this period, you can also assume that most of the passes are already or still open and you can therefore experience a lot.

In this spirit #lifeisaride yours

Torsten Thimm

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