Passepartout rund um den Gardasee (English Version Below) Koordinaten 45° 38′ N, 10° 40′ O

Der Gardasee, er bietet unendliche Möglichkeiten, um eine abwechslungsreiche und entspannte Urlaubszeit zu verbringen. Dieses Passepartout beschäftigt sich nicht wie die Letzten nur mit einem Pass, nein dieses Mal nehmen wir gleich mehrere Highlights ins Visier, die man erleben muss. Also lasst euch verführen 😊.

Tour ab Arco: https://kurv.gr/6ESvS mit Monte Baldo und Malcesine

Tour ab Limone: https://kurv.gr/5dLpB mit Val Daone und mehr

Tour ab Limone: https://kurv.gr/PHqK5 mit Tremalzo und Lago di Ledro

Eine neue Definition für eng

An diesem Morgen starten wir in Torbole zu einer kleinen Runde rund um und über den Monte Bondone. Das La Cantinota auf halbem Weg zwischen Torbole und Arco gelegen, bietet dazu einen perfekten Ausgangspunkt und zudem noch schöne Zimmer und eine Speisekarte zum Verlieben. Die Strecke führt uns vorbei an der hoch oben thronenden Burgruine bei Arco und weiter in Richtung Dro. Links neben der Straße passieren wir hier eine Art spektakuläre Steinwüste, bevor wir über Drena den Kurven hinauf ins Monte Bondone Gebiet folgen. Konnte man hier vor ein paar Jahren noch unbeschwert die Kurven genießen, ist heute Obacht angesagt, denn die Strecke und viele weitere sind mittlerweile auf 60 km/h beschränkt. Trotzdem lohnt sich die Tour, denn die Aussichten sind sensationell. Eine Pause am Berg entspannt zudem die Gelenke, bevor wir weiter Cimone und Ronzo-Chienis unter Reifen nehmen. Nach Ronzo-Chienis verlassen wir die SP88 und wechseln auf die bis nach Santa Barbara noch lässig schwingende SP48. Genießen wir also noch kurz ein wenig den Ausblick und die Ruhe vor dem Kurvensturm, der gleich folgt.

Bereits wenige Kilometer später befinden wir uns nämlich talwärts gefühlt im Gewirr einer Achterbahn. Die Strecke geht mitten durch den Wald, mit zunächst wenigen Aussichten hinunter ins Tal und braucht die volle Konzentration am Lenker. Denn die Spitzkehren fallen zum Teil talwärts ab und Fahrbahnbegrenzungen gibt es nicht. Ja in der einen oder anderen Kurve musste die Streifen Ziehmaschine sogar absetzten und wieder neu beginnen. Der Gegenverkehr ist zum Glück sporadisch und größere Busse und LKW meiden diese Strecke sowieso, da der Platz nicht ausreicht. Kurve um Kurve kommen wir also immer tiefer ins Tal hinunter, von dem man gut 3-4 Kilometer vor Bolognano herrliche Blicke zum Gardasee erhaschen kann. Wer nun vom Fahren genug hat, aber noch Lust hat, biegt nach Arco ab und isst in der bezaubernden Innenstadt ein leckeres Eis. Wer mehr will, der bekommt dies auch und folgt uns einfach weiter.

DCIM\100DRIFT

Der Monte Baldo, weite Blicke

Die Ausfahrt findet sich schnell direkt nach der SP48 und wenn man Glück hat, ist der Verkehr über Nago und Loppio auch mal entspannt. Die SS240, welche die Venezianer schon nutzen, um ihre Schiffe in den Gardasee zu schleusen, ist ansonsten eine teilweise anstrengende Verkehrsader, bis man über Brentonico in die Ausläufer des Monte Baldo Massiv eintaucht. Alternativ kann man natürlich auch das Pferd von hinten aufzäumen und über die östliche Gardasee Uferstraße und Malcesine in das Massiv eintauchen, aber das muss natürlich jeder selbst entscheiden. Nimmt man den erst gewählten Weg, kommt man über eine gut ausgebaute Strecke in die Höhenlage des Monte Baldo. Dort verzweigen sich die Wege regelrecht und jeder kann aus dem Vollen schöpfen, um sich seine Tour zusammenzustellen. Wir fahren über den Bocca Di Navene und die SP3 bis nach Caprino Veronese, bevor es erneut talwärts in Richtung Malcesine geht. Die Ausblicke auf den Gardasee von dort oben sind phänomenal und an Zeit sollte man auf jeden Fall sparen.

Malcesine

Malcesine ist eine wunderschöne kleine Stadt, die ihre venezianischen Wurzeln nicht verheimlicht und mit ihrer Lage am See glänzt. Nehmt euch auf jeden Fall auch hier einen Moment, um sie zu erkunden und genießt das Flair, welches dieser altehrwürdige Ort verströmt. Kleine Gassen, Plätze und der Uferbereich mit seinen Cafés und Restaurants begeistern jeden. Für uns endet hier heute unsere Tour und wir fahren nach der Besichtigung zurück in die Unterkunft, wer früh unterwegs ist, hat noch ganz andere Möglichkeiten.

Eine Seefahrt, die ist lustig

Im wahrsten Sinne des Wortes ist eine Seefahrt lustig, denn von Malcesine aus lässt es sich (im Sommer) wunderbar mit der Fähre nach Limone Sul Garda auf der anderen Seeseite übersetzten. Von dort aus hat man noch einmal ganz andere Möglichkeiten, denn die Westseite des Sees glänzt geradezu mit sensationellen Tour-Möglichkeiten.

Wir verlassen den Hafenanleger in Limone, nachdem wir die sehenswerte Altstadt besucht haben und kommen auf die Gardesana Occidentale. Neben vielen Tunneln zeigt die Uferstraße vor allem in großen Teilen die Ursprünglichkeit dieser Gegend. Verbunden mit dem süßen Duft der Pflanzen und Limonen, der durchs Helmvisier zieht, möchte man sie tatsächlich gerne einmal länger fahren, wenn der Verkehr nicht wäre. Bei Tremosine sul Garda verlassen wir die Uferstraße daher bereits wieder und tauchen ein ins steinige Kurvengewirr der Brasaschlucht. Jeder, der am Gardasee urlaubt, sollte dieses Spektakel einmal erlebt haben. Es ist faszinierend, wie sich die enge Straße durch die Felsen windet und die Natur gibt wirklich alles, um uns Menschen zu begeistern. Natürlich kann man in diesem Abschnitt auch die berühmte Schauderterrasse mit einplanen. Wir landen jedoch nach Tignale erneut auf der Gardesana und biegen von dort aus zum Valvestino Stausee ab. Die SP9 ist ein weiteres Highlight, denn auch wenn sie kein Pass ist, schlingt und windet sie sich entlang des Felsgesteines am Stausee vorbei und landet beim Übergang in die SP58 im Capovalle. Von hier aus entspannt sich die Lage etwas, und man hat Zeit zum Durchatmen, jedoch bleiben ein paar wunderschöne Tornaten im Tal vor uns übrig, die es bis zum Idro See zu durchfahren gilt.

Der Idro See und alles drumherum

Wir fahren an diesem Tag über Storo, den Tremalzo Pass (eine Sackgasse für Motorräder, aber wunderschön) und den Ledro See zurück in die Unterkunft. Wer mehr möchte, kann dies allerdings ganz wunderbar mit in die Tour einbauen. Zum einen über einen Abstecher nach Bersone und mitten hinein ins Stichtal Valle Daone. Glaubt mir, dieses Tal wird euch durch seine Schönheit verzaubern und am Ende gibt es eine gewaltige Staumauer mit einem guten Imbiss davor.

Eine weitere nicht weniger spannende Möglichkeit bietet ein kleiner Abzweig in Anfo, der aber nur von geübten Motorradfahrern gewählt werden sollte. Von dort aus geht es in engsten Kurven (ähnlich wie am Monte Velo) steil den Berg hinauf zum Passo della Spina und weiter über Schotter zum Manavia Pass. In der Folge kommt man über den Passo Dasdana zu einem weiteren Pass, dem Passo Di Crocedomini. Hat man diesen erreicht, lohnt sich eine Pause, denn allein bis dorthin hat einen die gewaltige Natur bereits erschlagen, die Streckenführung die Konzentration aufgebraucht und ein Cappuccino am Berg mit einem Strudel schmeckt bekanntermaßen auch gleich viel besser. Nach dieser Auszeit sollte man sich noch einmal konzentrieren, denn der Crocedomini ist durchaus anspruchsvoll. Über die Via Prada verlässt man ihn dann eine ganze Zeit später und kommt auf der bereits oben genannten Strecke über Storo wieder zurück an den Gardasee.

Fazit

Damit endet unser letztes Passepartout für das Jahr 2022. Und wie zuvor gilt auch hier, nehmt gegenseitig Rücksicht, denn es ist nicht nur allein die Welt der Motorradfahrer dort unten. Radfahrer, Spaziergänger und natürlich auch der Rest des Verkehrs sorgen in den Haupt-Ferien-Monaten für volle Straßen. In der Nebensaison ist es besser, trotzdem lockt der Gardasee und auch die umliegenden Seen und Ortschaften jede Menge Menschen an.

Unterkünfte besorgt man sich am besten über die üblichen Onlineseiten, oder aber so wie wir über Freunde, denn jeder kennt einen, der einen kennt, der sicherlich schon einmal am See war. Im Übrigen ist der Norden des Gardasees eher das Ziel der Begierde, denn der Süden ist eher flach und oftmals auch noch einige Grade wärmer.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Erkunden und Erfahren und eine gute Zeit durch die Wintermonate.

Beste Grüße Torsten und Carmen

Passepartout around Lake Garda Koordinaten 45° 38′ N, 10° 40′ O

Lake Garda offers endless possibilities for a varied and relaxing holiday. This Passepartout doesn’t deal with just one pass like the last ones, no, this time we’re taking aim at several highlights that you have to experience. So let yourself be seduced 😊.

A new definition for narrow

This morning we start in Torbole for a short loop around and over Monte Bondone. La Cantinota, halfway between Torbole and Arco, is the perfect starting point and also offers beautiful rooms and a menu to fall in love with. The route takes us past the castle ruins near Arco, perched high above, and on towards Dro. To the left of the road we pass a kind of spectacular stone desert before we follow the curves up into the Monte Bondone area via Drena. A few years ago, you could still enjoy the curves here, but today you have to be careful, because the route and many others are now limited to 60 km/h. Nevertheless, the tour is worthwhile, because the road is very steep. Nevertheless, the tour is worth it because the views are sensational. A break on the mountain also relaxes the joints before we continue on to Cimone and Ronzo-Chienis under tyres. After Ronzo-Chienis, we leave the SP88 and switch to the SP48, which still swings casually until we reach Santa Barbara. So let’s enjoy the view for a while and the calm before the storm of bends that is about to follow.

Just a few kilometres later, we find ourselves downhill in what feels like a roller coaster. The route goes right through the forest, with few views down into the valley at first, and requires full concentration on the handlebars. Some of the hairpin bends drop down into the valley, and there are no road markings. In one or two bends, the striped pulling machine even had to set down and start again. Fortunately, oncoming traffic is sporadic and larger buses and trucks avoid this stretch anyway because there is not enough room. Curve after curve, we descend deeper and deeper into the valley, from where we can catch a glimpse of Lake Garda a good 3-4 kilometres before Bolognano. If you have had enough of driving but still feel like it, turn off to Arco and have a delicious ice cream in the charming town centre. If you want more, you get it and simply follow us on.

Monte Baldo, sweeping views

The exit is quickly found just after the SP48 and, if you’re lucky, the traffic is relaxed for a while via Nago and Loppio. The SS240, which the Venetians already used to smuggle their ships into Lake Garda, is otherwise a sometimes strenuous traffic artery until you enter the foothills of the Monte Baldo massif via Brentonico. Alternatively, of course, you can put the cart before the horse and enter the massif via the eastern Lake Garda shore road and Malcesine, but of course that’s up to each person to decide. If you take the first chosen route, you will reach the high altitude of Monte Baldo via a well-maintained track. There, the paths really branch out and everyone can draw from the full range to put together their own tour. We ride over the Bocca Di Navene and the SP3 to Caprino Veronese before heading downhill again towards Malcesine. The views of Lake Garda from up there are phenomenal and you should definitely save time.

Malcesine

Malcesine is a beautiful little town that doesn’t hide its Venetian roots and shines with its lakeside location. Be sure to take a moment to explore here as well and enjoy the flair that this time-honoured town exudes. Small alleys, squares and the lakeside area with its cafés and restaurants will delight everyone. For us, this is where our tour ends today and we return to our accommodation after the sightseeing; if you’re out early, you’ll have plenty of other options.

A sea trip, that’s fun

A sea trip is fun in the truest sense of the word, because from Malcesine (in summer) it is wonderful to take the ferry to Limone Sul Garda on the other side of the lake. From there, you have completely different options, because the west side of the lake shines with sensational tour possibilities.

We leave the harbour pier in Limone after visiting the old town, which is well worth seeing, and get onto the Gardesana Occidentale. In addition to many tunnels, the shore road shows the originality of this area above all in large parts. Combined with the sweet scent of the plants and limes that wafts through the visor of your helmet, you would really like to ride it for a while if it weren’t for the traffic. At Tremosine sul Garda we leave the lakeside road again and dive into the stony maze of curves of the Brasa Gorge. Everyone on holiday at Lake Garda should have experienced this spectacle once. It is fascinating how the narrow road winds through the rocks and nature really gives everything to inspire us humans. Of course, you can also include the famous Schauder Terrace in this section. However, we end up on the Gardesana again after Tignale and turn off from there to the Valvestino reservoir. The SP9 is another highlight, because even though it is not a pass, it winds and twists along the rocky cliff past the reservoir and ends up in Capovalle at the transition to the SP58. From here things relax a little and there is time to breathe, but there are still a few beautiful tornadoes in the valley ahead that need to be crossed until we reach Lake Idro.

Lake Idro and everything around it

On this day we ride back to the accommodation via Storo, the Tremalzo Pass (a dead end for motorbikes, but beautiful) and Lake Ledro. If you want to do more, however, you can incorporate this into the tour. For one thing, you can take a detour to Bersone and right into the Valle Daone. Believe me, this valley will enchant you with its beauty and at the end there is a huge dam wall with a good snack in front of it.

Another no less exciting option is a small turn-off in Anfo, but this should only be chosen by experienced motorcyclists. From there, the road climbs steeply up the mountain in the tightest of bends (similar to Monte Velo) to the Passo della Spina and continues over gravel to the Manavia Pass. Afterwards, you come over the Passo Dasdana to another pass, the Passo Di Crocedomini. Once you’ve reached it, it’s worth taking a break, because by the time you get there, the immense nature has already overwhelmed you, the route has used up your concentration and a cappuccino on the mountain with a strudel tastes much better, as we all know. After this break, you should concentrate again, because the Crocedomini is quite demanding. You leave it quite a while later via Via Prada and return to Lake Garda via Storo on the route already mentioned above.

Conclusion

This concludes our last Passepartout for 2022. And as before, be considerate of each other, because it’s not just the world of motorcyclists down there. Cyclists, walkers and, of course, the rest of the traffic make for full roads during the main holiday months. It’s better in the low season, but Lake Garda and the surrounding lakes and towns still attract lots of people.

The best way to find accommodation is via the usual online sites, or like us via friends, because everyone knows someone who knows someone who has certainly been to the lake before. Incidentally, the north of Lake Garda is more the destination of choice, because the south is rather flat and often a few degrees warmer.

We wish you lots of fun exploring and experiencing and a good time through the winter months.

Best regards Torsten and Carmen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s